Im offiziellen Teil liess Stadtpräsident François Scheidegger die Geschichte des Sek-I-Zentrums seit 2008 Revue passieren und ging auf einige Meilensteine ein. Er erinnerte unter anderem daran, dass sich die Gemeindeversammlung zweimal mit dem Projekt befasst habe und dass schliesslich auch an der Urne der 3,5-Millionen-Kredit eine satte Mehrheit fand. «Ich bin überzeigt, die Steuergelder wurden gut investiert», konnte er resümieren.

Gesamtschulleiter Hubert Bläsi beleuchtete sodann die Auswirkungen des Zusammenzuges der Sek I auf die Schulen Grenchen. «Für die Lernenden hat der Zusammenzug in einer Schulanlage den Vorteil, dass sie nicht mehr bloss basierend auf dem Leistungsniveau in die Quartierschulhäuser aufgeteilt werden: So wird unter anderem die unerwünschte Stigmatisierung ausgeschlossen.»

«Herausforderung gemeistert»

Der Schulleiter der Sek I, Rolf Glaus, erzählte sozusagen aus dem Innenleben der Lehrerschaft. Es habe auch Zeiten gegeben, in denen man sich wie der Esel vor dem Berg vorgekommen sei, Zeiten, in welchen man innenhalten und sich neu orientieren musste. Im Team habe man aber all diese Herausforderungen schliesslich gemeistert. Die Referenten wiesen unisono auf die gute Zusammenarbeit aller Beteiligter hin: Schüler, Lehrpersonen, die Baudirektion, der Werkhof, die Behörden und die Handwerker. Schliesslich hätten sich die Bedenken, dass es vermehrt zu disziplinarischen Schwierigkeiten kommen würde, zum Glück bisher nicht bestätigt.

Bauführer Christian Egli ging auf die baulichen Veränderungen und die damit verbundenen Herausforderungen ein. Er betonte insbesondere, dass man nur das für die schulischen Zwecke Notwendige ausgeführt habe. Den allgemeinen Sanierungsbedarf habe man mit dem Projekt nicht abgedeckt. Teilweise sei aus Kostengründen sogar gearbeitet worden, während der Schulunterricht weiterging.

Vielfältige Abschlussarbeiten

Danach erhielten die Interessierten Gelegenheit, die Räumlichkeiten selber zu erkunden oder sie sich von Schülerinnen und Schülern erklären zu lassen. Imposant waren für den Betrachter nebst den modernisierten Spezialräumen und den Informationen über die Herkunftsländer der Schülerinnen und Schüler insbesondere die 80 Projektarbeiten der Abschlussklassen. Die Themenpalette zeigte sich ungemein vielfältig, und beeindruckend wirkte die Tatsache, dass beinahe alle Arbeiten auch einen praktischen Nutzen hatten.

Natürlich kam auch das Kulinarische nicht zu kurz. Die Velounterstände wurden äusserst kreativ in eine kleine Food-Meile umgestaltet. Vereine kredenzten dort ihre Leckereien. Schliesslich unterhielten Lehrpersonen, Schüler sowie Kurt Gilomen und Mitmusiker mit einer Ad-hoc-Band das Publikum.