Jurasüdfuss

«’s isch Zyt gsi» für das Pieterler Dorffest

Auch die Jugi war am Dorffest mit einer Umzugsnummer präsent.

Auch die Jugi war am Dorffest mit einer Umzugsnummer präsent.

«’s isch Zyt», sagten die Pieterler und feierten ein Dorffest zur 200-jährigen Zugehörigkeit zum Kanton Bern, 20 Jahren Mehrzweckgebäude, 20 Jahren ökumenisches Zentrum und 10 Jahren Feuerwehr-Zusammenschluss.

«Es isch würklich Zyt gsy» sagt Brigitte Sidler an der Feier zur 200-jährigen Zugehörigkeit Pieterlens zum Kanton Bern. Zeit für ein Fest in Pieterlen, der Perle im Kanton Bern, am Jurasüdfuss. Und nun schaffe das Fest mit Kulturbühnen, Märit, Beizen und viel Multikulti für das Dorf mit dem höchsten Anteil an Neuzuzügern einen Grundstein für die Zukunft. Das ganze Dorf, zumindest die Hälfte sei dabei, jung und alt, eingesessene und neue Dorfbewohner, eine ganze Dorfgemeinschaft.

Herausgeputzt

«’s isch Zyt» vor dem Fest: Das Oberdorf, die Festmeile, der historische Teil des Dorfes ist herausgeputzt. Hier stehen das Haus zum Himmel und das Erguelhaus, beide seit Anfang des 17. Jahrhunderts. Lange bevor mit dem Kantonswechsel nur ein weiterer Markstein in der bewegten Geschichte Pieterlens geschrieben wurde.

Drei Dörfer, eine Feuerwehr

«’s isch Zyt»: Die vor 10 Jahren zusammengeschlossenen Feuerwehren Lengnau, Pieterlen und Meinisberg feiern Geburtstag. «Es sind die ehemaligen Kommandanten und Offiziere, die uns zusammengebracht haben» erklärt der aktuelle Kommandant Rolf Balsiger. Bis zu 80 Einsätzen leistet die gut ausgebildete Truppe jährlich. Mit eindrücklichem Bildern zeigen die Feuerwehrleute ihre Einsätze bei Tag und bei Nacht.

Hie und da blitzt der Dörfligeist zwar immer noch auf, doch die heutige Feuerwehrcrew will von solchem Geplänkel nichts wissen. Einsatzbereite Fachleute müssen die modernen Fahrzeuge wie das neue 280 000 Franken teure Tanklöschfahrzeug bedienen können. «Arbeitgeber und Familien müssen uns für die Einsätze springen lassen, das ist mit der Feuerwehr über die drei Dörfer möglich» sagt Rolf Balsiger, übrigens ein Lengnauer.

Fest in den Strassen

«’s isch Zyt»: Die zahlreichen Kulturevents mit viel Einheimischem begeistern auf den Bühnen «Fahrieté, La Grande Scene, Le long de la Rue, im Haus zum Himmel». Die Präsenz des Französischen gehört zur kulturellen Vielfalt des Dorfes. Die Modeschau aus aller Welt und das Essen aus 20 verschiedenen Ländern erfreuen alle. Im 20-jährigen Ökumenischen Zentrum steigt das Kinderfest.

Die alte Landstrasse wird zum bunten Markt. Die Pieterler geniessen ihre Festmeile mit den Beizen der Dorfvereine und vielem mehr. Kaum Platz finden alle Interessierten, die sich die alten Filme früherer Feste anschauen wollen. Die Pieterler Korbballer werden Schweizer Meister, die Korbballerinnen schaffen den Ligaerhalt und alle zusammen feiern im Oberdorf.

Dragoner am Umzug

Die 20-jährige Mehrzweckhalle ist bereits morgens früh bis zum letzten Platz für den ökumenischen Gottesdienst, das Konzert der vereinten Pieterler Chöre und die offizielle Feier besetzt. Zum zweiten Mal dieses Jahr spricht Regierungsrat Christoph Neuhaus. Dieses Mal von Geschichte und Aufschwung und den Herausforderungen der Zukunft. «Träm träm dräderidi« mit dem Bernermarsch geht’s zum von den Berner Dragonern angeführten Umzug durch das Dorf.

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