Parktheater Grenchen
Rock, Boogie und Blues mit The Jacky’s

Im Rahmen der Meet&Greet-Reihe gab es am Freitagabend im Parktheater Grenchen einen besonderen Leckerbissen zu hören. Der legendäre Jacky (Ueli Schmutz) gab mit seiner Formation ein viel beachtetes Konzert.

André Weyermann
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Bandleader Jacky gab den Takt vor und liess aber seinen Musikern viel Raum.

Bandleader Jacky gab den Takt vor und liess aber seinen Musikern viel Raum.

Hanspeter Bärtschi

Kurz nach halb neun Uhr war es so weit. Ein kurzes Dankeschön an die zahlreichen Besucher, die ersten paar Akkorde und schon ging es los. Es folgte ein gut zweistündiges Furioso mit feinsten Rock-’n’-Roll-, Boogie- und Blues-Nummern. Der mittlerweile beinahe 71-jährige Jacky, der bereits auf 50 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken kann, zog alle Register seines immensen Könnens.

Dabei verzichtete er weitgehend auf Erklärungen zwischen den Stücken, liess sich aber immerhin zur Aussage verleiten, dass er dem Rock ’n’ Roll immer noch die geilste Musik finde. Seine sonore, eindringliche Stimme sowie seine stupende Fingerfertigkeit reichten denn auch aus, um die zahlreichen Zuschauer in Stimmung zu versetzen. Etliche von ihnen liessen es sich nicht nehmen, die Tanzbühne zu stürmen, um mit zaghaften bis wahrlich meisterhaften Schritten ihre Künste auf dem Parkett zu demonstrieren.

«Das isch no Musig gsy», war von vielerorts zu vernehmen. Stimmt. Nur, dass es hierzulande wohl kaum eine Band gibt, die diese auch so meisterhaft zu interpretieren weiss, wie eben The Jacky’s. Der Bandleader gab dabei den Takt vor, liess aber seinen Mitmusikern genügend Raum, sich ebenfalls zu entfalten. Und dies mit gutem Grund. Denn Ralph Tosoni legte am Schlagzeug einen dichten musikalischen Teppich vor, Michele Porto zupfte den Bass mit eindrücklicher Verve und der Gitarrist Martin Sägesser zeigte, wieso er bereits bei den Fishnet Stockings zur treibenden Kraft gehörte.

Abwechslung garantiert

Die musikalischen Akzente waren überdies derart gesetzt, dass keine Langeweile aufkommen konnte. Immer wieder wurde zwischen die temporeichen Boogie- und Rock-’n’-Roll-Nummern ein einfühlsamer Blues sozusagen als Gegenpunkt gesetzt.

50er-Jahre-Sound in Grenchens Vorzeigebau aus dieser Zeit im Rahmen der Meet&Greet-Reihe, welche das Grenchner Parktheater zusammen mit dem Music Center von Kurt Gilomen organisiert, wurde so zu einem wahrlich unvergesslichen Erlebnis.