Coupe Horlogère
Rita Ris brilliert in ihrem Heimturnier

Die 40-fache Schweizer Meisterin zeigt auf der Bahn beim Parktheater ihre Klasse. Auch andere prominente Gäste waren am Turnier vertereten.

André Weyermann
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Minigolfturnier Coupe Horlogère
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Gefühlvoll und doch mit Schwung gilt es, den Ball ins Hindernis und ins Loch zu befördern – nicht immer einfach.
Die Punktzahl wird auf Papier festgehalten.
Gutes Zielen ist am wichtigsten.
Minigolfturnier Coupe Horlogère
Am Minigolf-Spiel erfreuen sich alle.
Die richtige Ausrüstung darf nicht fehlen.
Auch der Teddybär ist mit von der Partie.

Minigolfturnier Coupe Horlogère

Michel Lüthi

Rita Ris, die Minigolferin, die die Bälle so präzis und gefühlvoll wie kaum jemand anderes schlagen kann, und für die auch die kniffligsten Hindernisse keine wirkliche Herausforderung darzustellen scheinen, hat ihre Klasse einmal mehr unter Beweis gestellt. Obwohl die 40-fache Schweizer Meisterin aus beruflichen Gründen das Training stark reduziert hat, war sie in der Damen-Konkurrenz eine Klasse für sich.

An ihrem Heimturnier, dem traditionellen Coupe Horlogère, brauchte sie gerade mal 88 Schläge, um die nicht ganz einfache Bahn beim Parktheater drei Mal zu absolvieren. Mit diesem Resultat hätte sie sich auch bei den Herren im zweiten Rang klassiert. Einzig ihr Teamkollege Martin Kaiser war noch eine Spur besser (86 Schläge).

Überhaupt zeigten sich die Einheimischen in diesem von insgesamt 60 Spielerinnen und Spielern bestrittenen Turnier in glänzender Verfassung. Bei den Senioren 2 beanspruchten sie mit Eduard Schneider (94 Schläge), Hansjörg Blaser (95) und Urs Aegerter (97) gleich alle Podestplätze. Bei den Senioren 1 belegte Hanspeter Künzi (91) den zweiten Platz und Michel Eggenschwiler schrammte mit 94 Schlägen nur ganz knapp am Podest vorbei. Bei den Seniorinnen holte sich Ursula Hirsbrunner nach Stechen die Silbermedaille (107), während sich ihre Tochter Daniela Ceka bei den Damen auf den dritten Platz spielte (104).

Auch die Teamwertung sah zwei Grenchner Mannschaften an der Spitze. Erfreulicherweise tut sich einiges im Nachwuchsbereich. So war auch ein «Team Kids» am Start. Elite-Spieler Erich Brugger kümmert sich seit einiger Zeit um die jungen Talente. Mit Coaching-Aufgaben zusätzlich belastet, kam er nicht ganz auf das erhoffte Spitzen-Resultat. Dafür gewann sein Sohn Yannic die Kategorienwertung.

Hautnah bei den Spielern

Die Gäste waren prominent vertreten. So präsentierte sich Eichholz-Gerlafingen, welches vor kurzem den kantonalen Sportpreis entgegennehmen konnte, mit einer starken Delegation, angeführt vom Präsidenten und ehemaligen Spitzenspieler Fritz Rickli. Auch einige Mitglieder des Schweizerischen Nationalkaders liessen sich die Gelegenheit nicht nehmen, auf der prächtigen Anlage ihr Können unter Beweis zu stellen.

Sympathischerweise ist es am Grenchner Turnier jeweils gestattet, die Spieler hautnah zu begleiten. Dem interessierten Laien werden sich dabei auch neue Horizonte eröffnet haben. So staunten manche nicht schlecht, wenn die Spieler auf der ersten Bahn zum sogenannten Turboschlag ausholten. Ein sehr lebendiger Ball soll dabei nach vier Bandenberührungen gleich mit dem ersten Schlag im Loch verschwinden. Die schwierige Vier und die ebenfalls knifflige letzte Bahn hingegen werden zumeist via Bande absolviert.

Eine perfekte Organisation

Der MC Grenchen sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Pächter Herbert Freiburghaus und sein Mitarbeiter «Aschi» Hirsbrunner waren für Speis und Trank besorgt. Am Computer versah Werner Aegerter, früher selber ein Spieler auf beachtlichen Niveau und langjähriger Betreuer des nationalen Elite-Kaders, den Dienst und sorgte dafür, dass die Resultate jeweils zügig auf dem Bildschirm erschienen. Dass er für einmal seine Ehepartnerin nicht betreuen konnte, wird er verschmerzt haben: Rita Ris richtete es schliesslich auch so.

Zufrieden zeigte sich denn auch MCG-Präsident Peter Viatte. Dank dem Grenchner Gewerbe konnte wiederum eine grosse Anzahl von Teilnehmern einen Naturalpreis mit nach Hause nehmen. Die Besten kamen gar in den Genuss einer Uhr aus dem Hause «Swiss Timer». Wie es sich für einen Coupe Horlogère eben gehört.