Die Firma Hüsler Nest hat sich in der Schweiz und darüber hinaus einen Namen gemacht mit Betten aus natürlichen Materialien. Sie ist in den letzten Jahren markant gewachsen und entschloss sich aus Platzgründen, die Standorte Oberbipp und Zuchwil aufzugeben und Produktion, Vertrieb und Büros in Grenchen zu konzentrieren. Sie erwarb dafür die Liegenschaft in Holzbauweise des ehemaligen Industriebetriebes Ramseier an der Flughafenstrasse.

Erste Abteilungen eingezogen

Die Büroarbeitsplätze und das Lager sind bereits in Grenchen eingezogen und operativ. «Der Standort Oberbipp ist geräumt, ich muss nur noch den Schlüssel abgeben», meint Firmeneigentümer Adrian Hüsler, der am Mittwoch Stadtpräsident François Scheidegger und Wirtschaftsförderin Karin Heimann über den Stand der Umbauarbeiten informierte. «Die Gebäude haben eine umfassende Sanierung nötig», erklärte Hüsler.

Es war offensichtlich, dass die Fassade des 2006 fertiggestellten Baus der Witterung nicht standhielt. Das Hauptgebäude ist inzwischen teilweise neu isoliert, die Fenster haben Dreifachverglasung. Die Fassade kommt neu in dunkel gebeizter Schweizer Weisstanne daher, wie Hüsler erläutert. Die Arbeiten sind noch im Gange.

Neu gestaltet wurden ebenfalls die Büroarbeitsplätze und Aufenthaltsräume. Auf dem Rundgang sind dort aber nur wenige Personen anzutreffen. «Unsere Mitarbeiter sind zurzeit viel ausser Haus und mit Messeauftritten beschäftigt», erklärt Adrian Hüsler. Messen wie die HESO sind für die Firma eine wichtige Verkaufsplattform. «Im Herbst, wenn es allmählich kühler wird, machen wir bis zur Hälfte des Jahresumsatzes». Auch an einer mia-Teilnahme wäre Hüsler «sehr interessiert», wie er sagt. «Vielleicht könnte man gar unsere offizielle Eröffnung mit Tag der offenen Tür mit der mia kombinieren», hofft Hüsler. Stapi Scheidegger gab sich allerdings bedeckt. Noch ist nicht klar, ob nächstes Jahr eine mia zustande kommt und wenn ja in welcher Form.

Produktion und Laden folgen

Auf der Ostseite, wo noch Landreserven bestehen, wurde eine relativ grosse Fläche asphaltiert. Sie soll als Lastwagen-Wendeplatz dienen sowie als Parkplatz. In der Ostfassade soll ebenfalls ein weiteres Tor eingelassen werden als Zugang zur Produktion. Diese ist zurzeit noch in Zuchwil eingemietet und soll gemäss Hüsler im April 2017 nach Grenchen umziehen.

Im roten Annexbau auf der Strassenseite, der mit einer Passerelle mit dem Hauptgebäude verbunden ist, soll schliesslich der Hüsler-Nest Fabrikladen entstehen, der das heutige Verkaufsgeschäft in Solothurn ablöst.

Zwischen den beiden Gebäuden war bisher eine Art japanischer Garten inklusive Fischteich. Dieser Bereich soll komplett umgestaltet werden zu einem Outdoor-Erholungsraum für das Personal. Rund 40 Personen sind für Hüsler Nest in der Schweiz tätig Dazu kommen acht Angestellte in fünf Verkaufsgeschäften. Umsatzzahlen nennt die Firma keine.

Solaranlage geplant

Der bisherige Firmenhauptsitz in Oberbipp wurde an die benachbarte Volg verkauft und soll abgerissen werden. Nach Grenchen zügeln will Hüsler allerdings noch die Solaranlage auf dem Dach in Oberbipp. Dies gestaltet sich aber offenbar nicht ganz einfach. Wegen dem Standortwechsel müsste die Anlage für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) neu angemeldet werden. Bekanntlich existieren hier jahrelange Wartelisten.

Inzwischen kann der Bund aber auch Einmalzahlungen ausrichten. Hüsler zeigt sich jedenfalls zuversichtlich, dass die Anlage in Grenchen in Betrieb genommen werden kann. Dann wird er auf dem Parkplatz seinen Tesla Model S – und vielleicht auch die Elektrofahrzeuge der Ladenkunden – mit Solarstrom aufladen können.