Grenchen

Remo Bill einstimmig für Nationalratswahlen 2015 nominiert

Remo Bill; Präsident der SP Grenchen und Fraktionschef im Gemeinderat.

Remo Bill; Präsident der SP Grenchen und Fraktionschef im Gemeinderat.

Remo Bill, Präsident und Fraktionschef der SP Grenchen, stellt sich als Kandidat für die Nationalratswahlen 2015 zur Verfügung. Die Mitglieder der SP Grenchen haben ihn an der Parteiversammlung vom Mittwoch einstimmig nominiert.

Politisch gesehen ist der 63-jährige Architekt eher ein Spätstarter. Seit 2009 hat er die Grenchner Politik als Gemeinderat, Fraktionschef und Parteipräsident aber mitgeprägt und engagiert sich auch in der Amtei Solothurn-Lebern. Remo Bill hat sich beruflich neu orientiert, indem er etwas kürzer tritt. Dies gebe ihm die Möglichkeit, sich politisch vertieft zu engagieren.

Es sei wichtig, dass Grenchen wieder in Bern vertreten sei. «Meine beruflichen Tätigkeiten in verschiedenen öffentlichen Bau- und anderen Projekten in der Schweiz haben mich gelehrt, mit kommunalen, kantonalen und weiteren Gremien zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten», erklärt er seine Motivation. Durch sein Wirken im Solothurner Heimatschutz und als Präsident der grössten Solothurner Orientierungslauf-Gruppe ist er zudem auch im Kanton bestens vernetzt.

Schwierig, nicht aussichtslos

Dass es ein schwieriger Weg werden wird, ist allen bewusst. Zum einen verliert der Kanton aufgrund der Bevölkerungsentwicklung einen Nationalratssitz und kann ab 2015 nur noch sechs Personen nach Bern entsenden. Zum anderen ist anzunehmen, dass die beiden bisherigen SP-Vertreter Bea Heim und Philipp Hadorn wieder antreten werden.

Vize-Stadtpräsident Urs Wirth, vor vier Jahren selber Kandidat, meinte denn auch: «Ich danke Remo Bill, dass er diesen steinigen Weg unter die Füsse nehmen will.» Traditionell erhalte man zwar von der Kantonal-Partei nur wenig Unterstützung. Und dennoch: «Wenn sich die Grenchnerinnen und Grenchner solidarisch zeigen, ist die Wahl eines Vertreters unserer Stadt durchaus realistisch. Wir können getrost selbstbewusst auftreten.» Remo Bill nahm den Ball auf, indem er ergänzte: «Ich bin hartnäckig, wenn es ums Erreichen eines Zieles geht. Ich sehe mich durchaus als Kandidat mit Ambitionen und gehe optimistisch an die Herausforderung heran.»

Kanton soll zahlen

Im Weiteren hat die Versammlung die Parolen für die Abstimmung vom 28. September gefasst. Wenig überraschend sagt sie einstimmig ja zur öffentlichen Krankenkasse und Nein zur sogenannten «Gastro-Initiative». Bei der Ausfinanzierung der kantonalen Pensionskasse sagt sie zu beiden Vorlagen ja und rät, bei der Stichfrage die Variante zwei, die keine finanzielle Beteiligung der Gemeinden vorsieht, zu bevorzugen.

Schliesslich versorgte Margreth Schär , langjährige Lysser Grossrätin, die Anwesenden mit ihrem Vortrag über die öffentliche Krankenkasse mit Argumenten für die heisse Phase des Abstimmungskampfes.

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