Lindenhaus Grenchen

Regula Lüthi verabschiedet sich nach 12 Jahren in den Ruhestand

Am Wochenende wurde Lindenhaus-Leiterin Regula Lüthi nach 12 Jahren voller Engagement feierlich verabschiedet. Arbeit für welche sie nun von allen Seiten Respekt und Dankbarkeit erfahren durfte.

Behörden, Mitarbeiter und Gäste haben am Wochenende Regula Lüthi, die langjährige Leiterin des Grenchner Lindenhauses in die Pensionierung verabschiedet. Lüthi hat in den letzten 12 Jahren das einst umstrittene Jugendzentrum zu einem festen Pfeiler der Grenchner Jugendpolitik umgebaut. Dies würdigten rund 100 Gäste mit ihrem Erscheinen zu einer grossen Abschiedsfeier.

«Dies zeigt, was den Grenchnern Deine Arbeit bedeutet», sagte Bruno Meier, Co Präsident der Trägerorganisation und Organisator der Feier. Zahlreiche Rednerinnen und Redner würdigten Lüthis Wirken, darunter Pfarrer Donald Hasler.

Wie die Formulierung aus der Bibel «wüst und öde» sei die Jugendarbeit in Grenchen vor 12 Jahren gewesen, bevor Lüthi diese auf Vordermann gebracht habe. «Regula Lüthi ist dank ihrem guten Draht zu den Jugendlichen inzwischen zu einem Synonym für das Lindenhaus geworden.»

Sie habe auch ein Begegnungszentrum geschaffen. «Insbesondere auch für Mädchen, die zuvor dem Lindenhaus ferngeblieben sind», wie alt Schuldirektor Erwin Egli ergänzte.

«Eine Ehrung der Stadt wäre verdient gewesen, sie blieb aber leider aus», brachte Gemeinderat Hubert Bläsi die Politik ins Spiel, welche Lüthi übel mitgespielt hat. Diese Ehrung holte Bläsi nun nach und sprach ihr im Namen der Jugendlichen, der Stadt und ihren Behörden den Dank aus. Allegorisch zu Lüthis Vornamen Regula meint er: «Sie hat im Schloss namens Lindenhaus geherrscht, aber nicht in egoistischer Manier.»

Stadtpräsident François Scheidegger erinnerte daran, dass Lüthi gar insgesamt 22 Jahre im Dienste der Stadt wirkte, denn zuvor arbeitete sie zehn Jahre im Schülerhort. «Dank ihrer integren und gewinnenden Persönlichkeit, hat sie ein Begegnungszentrum geschaffen, das das Vertrauen von Eltern, Jugendlichen, der Schule, der Behörde, ja der ganzen Grenchner Bevölkerung geniesst.»

Lüthi konnte zahlreiche Geschenke entgegennehmen, darunter eine gelungene Porträtzeichnung. Ihre Nachfolgerin Monika Crausaz sagte, sie habe bei ihrer Einarbeitung viel Wohlwollen vom Team erfahren. «Ich wurde mit offenen Armen empfangen.» Auch Marlyse Frey, Vizepräsidentin der Jugendkommission, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Regi Lüthi war sichtlich gerührt

Lüthi nahm die Dankesbezeugungen sichtlich gerührt entgegen. In ihren kurzen Abschiedsworten sagte sie, sie habe viel Schönes, aber auch Schwieriges erlebt. In ihrer Erinnerung wolle sie das Schöne behalten. Für die Arbeit mit Jugendlichen brauche man vor allem eines: «Me brucht es Gschpüri derzue.» - «Tragen Sie Sorge zum Jugendhaus», rief sie auf.

Regula Lüthi wird bis auf weiteres regelmässig im Lindenhaus anzutreffen sein. Sie bleibt Verantwortliche für den Mittagstisch und leitet weiterhin das Angebot «Midnight Sports & Music», das am kommenden Samstag zum 100. Mal durchgeführt wird und aus diesem Anlass zu einem Tag der offenen Tür in der Doppelturnhalle Zentrum einlädt.

Die Feier mit abschliessendem Apéro wurde musikalisch mit (Gospel-)Songs von Brian Boy sowie Claudia und Beat Dahinden-Meier umrahmt.

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