«Uns sind die Mitarbeiter wichtig», erklärt Marco Sauser von der Baloise Bank SoBa in Solothurn. Entsprechend bleibt das Budget für das kommende Weihnachtsessen der Solothurner Bank unverändert.

Daran rüttelt auch die Gewinnwarnung nicht, mit welcher die Bâloise, zu der auch die Baloise Bank SoBa gehört, vor rund zwei Wochen die Anleger aufschreckte. Die Bank stellt den einzelnen Abteilungen hundert Franken pro Mitarbeiter zur Verfügung.

Budget nicht zwingend für Weihnachten

Weniger Geld gibt die Migros Aare, welche die Genossenschaft in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn vertritt, für ihre Mitarbeiter aus. Im Budget sind insgesamt 50 Franken pro Person eingerechnet.

Die einzelnen Filialen verfügen über das Geld, müssen es aber nicht zwingend für Weihnachtsessen verwenden. Manchmal gäbe es mit dem Betrag auch Grillpartys, zumal die Filialen in der Vorweihnachtszeit sowieso ausgelastet seien, so die Pressestelle.

Essen trotz Stellenabbau

Weniger offen ist ABB. Melanie Nyfeler von der Pressestelle ABB Schweiz in Baden erklärt, dass die Weihnachtsessen Sache der einzelnen Geschäftsbereiche seien. «Diese werden», so steht im Antwort-Mail, «in einem ähnlichen Rahmen wie letztes Jahr stattfinden.»

Dasselbe gilt auch beim grössten Arbeitgeber im Kanton Aargau, der französischen Alstom. «Wir haben rund 6000 Mitarbeiter in der ganzen Schweiz und organisieren für diese wie jedes Jahr einen zentralen Weihnachtsapéro», erklärt Daniel Schmid, Kommunikationschef von Alstom Schweiz. Dies bleibe trotz Stellenabbau zu Beginn dieses Jahres unverändert. «‹Richtige› Essen finden normalerweise zusätzlich individuell pro Abteilung statt.»

Keinen zentralen Anlass, aber ein zentrales Budget hat das Medizinaltechnikunternehmen Synthes, wie Mediensprecher Gilgian Eisner sagt. Vierzig Franken betrage das nationale Budget pro Mitarbeiter. «Jede Abteilung kann aber noch Geld drauflegen», so Eisner.

Firmenrochade in den Restaurants

Veränderungen im Bereich der Weihnachtsessen sehen die Veranstaltungsorte, welche primär Weihnachtsessen für kleine und mittlere Unternehmen beherbergen. Silke Nienaber von der Eventhalle «11A» in Aarau sieht leicht rückläufige Budgets der Firmen im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitgeber gäben weniger pro Arbeitnehmer aus, allgemein seien es aber nicht weniger Weihnachtsessen, so Nienaber.

Anders sieht es das Restaurant Krone in der Solothurner Altstadt. Katrin Wyss, Mitarbeiterin der «Krone», erzählt: «Allgemein sind über die Reservationen positiv überrascht.» Die Anzahl der Essen sei etwa gleich geblieben, auch der Stammkern von Firmen bleibe der «Krone» treu. «Rückläufige Reservationen sind von anderen Firmen wieder ausgeglichen worden.» Das Budget der Firmen pro Person liege sogar ein bisschen höher als auch schon, sagt Wyss.  (san)