Grenchen
Rechnung 2013 schliesst trotz negativem Voranschlag mit einem Plus

An der Bürgergemeindeversammlung wurden 15 Personen eingebürgert. Ein Gesuch wurde abgelehnt. Weiter wurde die Rechnung 2013 genehmigt und eine Kanalisation für die drei Berghöfe thematisiert.

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Obwohl der Voranschlag mit einem Aufwandüberschuss rechnet, schloss Grenchens Rechnung 2013 mit einem Plus.

Obwohl der Voranschlag mit einem Aufwandüberschuss rechnet, schloss Grenchens Rechnung 2013 mit einem Plus.

Felix Gerber

Trotz Konkurrenz durch Fussballweltmeisterschaft und schönes Sommerwetter konnte Bürgerpräsident Franz Schilt im Gemeinderatssaal des Parktheaters 19 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger begrüssen, welche die Rechnung 2013 genehmigten und 15 Personen das Grenchner Bürgerrecht verliehen. Nina Swager van Dok konnte zudem unter Applaus die Urkunde in Empfang nehmen.

Bürgerverwalter Renato Müller präsentierte die von der Einbürgerungskommission zuhanden des Bürgerrates und der Bürgergemeindeversammlung bewilligten 7 Gesuche betreffend total 15 Personen.

Nach Einsichtnahme in die Kurzfassungen der Einbürgerungsdossiers genehmigte die Versammlung alle Gesuche der aus der Schweiz, Iran, Bosnien, Mazedonien, Deutschland und Kosovo stammenden Personen einstimmig. Dem Antrag auf Ablehnung des Einbürgerungsgesuches einer Bewerberin aus dem Kongo wegen mangelnder Integration und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit folgte die Versammlung ebenfalls einstimmig.

Der Voranschlag 2013 rechnete sowohl in der Allgemeinen Bürgerverwaltung wie auch in der Forstrechnung mit einem Aufwandüberschuss. Umso erfreulicher ist die Feststellung, dass auch für 2013 ein positives Resultat präsentiert werden konnte. Sowohl in der Allgemeinen Bürgerverwaltung als auch in der Forstrechnung resultiert ein Ertragsüberschuss.

Mehrertrag im Steinbruch

Insgesamt konnte an das ausgezeichnete Rechnungsjahr 2012 angeknüpft werden, wobei folgende Positionen das Ergebnis 2013 massgeblich beeinflusst haben: in der Verwaltung ein deutlicher Mehrertrag im Steinbruch Firsi (rund Fr. 115 000 über Budget) sowie generell tieferer baulicher Unterhalt für die Liegenschaften und im Forstwesen Mehrerträge in der Gartenholzerei für Dritte (Fr. 36 000 über Budget) sowie für Holzverkäufe ab Lager (Fr. 25 000 über Budget). Im Forstbetrieb wurden bei einem Hiebsatz von 6600 m3 nur rund 4500 m3 effektiv genutzt. Das wertvolle Holz soll nicht zu jedem Preis verschleudert werden.

Der Cashflow der laufenden Rechnung beträgt Fr. 375 035 (Vorjahr Fr. 387 998). Die ausgewiesenen Ertragsüberschüsse betragen in der Allgemeinen Bürgerverwaltung
Fr. 3247 (Vorjahr Fr. 11 033), und in der Forstrechnung Fr. 32 288.03 (Vorjahr 11 727.25). Einziger Posten in der Investitionsrechnung ist ein Grossteil der Kosten für die Sanierung des Bürgerhauses, nämlich Fr. 1 353 580.60. Die Bürgergemeindeversammlung genehmigt die Rechnung 2013 in der Schlussabstimmung einstimmig.

Zwei Forstwarte wollen sich beruflich verändern und haben ihr Arbeitsverhältnis gekündigt. Die Bürgergemeinde hat Stelleninserate geschaltet, und Revierförster Patrik Mosimann steht im Kontakt mit Bewerbern.

Weiter hat der Bürgerrat in der Mai-Sitzung beschlossen, das Teilpensum der Verwaltungsangestellten von 30 % auf 50 % zu erhöhen, vorerst befristet auf rund 2 Jahre. Hintergrund ist der zusätzliche Aufwand in der Verwaltung (Verwalter und Revierförster) für Arbeiten rund um das Windenergieprojekt Grenchenberg.

Kanalisation für Berghöfe?

Dieses habe den Bürgerrat stark beschäftigt, hiess es. So prüft die Bürgergemeinde, ob im Zuge der Stromabführung aus den Windkraftanlagen die drei Berghöfe an die Kanalisation der Stadt Grenchen angeschlossen werden können.

Orientiert wurde auch über Massnahmen zum Vogelschutz und absehbare Ertragsausfälle der Berghöfe. Mit den Pächtern des Obergrenchenbergs wurde deshalb eine verkürzte Pacht vereinbart. Orientiert wurde auch über die Sanierung der Dolinen.

Auf Antrag der Einbürgerungskommission hat der Bürgerrat ferner beschlossen, die Einbürgerungsgebühren moderat anzuheben. (rrg)