Grenchen
Ratsausflug führte auf verschlungenen Wegen über den Jura

Das erste Mal seit mindestens zehn Jahren hat der Grenchner Gemeinderat wieder einen gemeinsamen Ausflug durchgeführt. Unterwegs war man mit Oldtimer-Militärfahrzeugen.

Andreas Toggweiler
Drucken
Teilen
Gemeinderäte, Chefbeamte und weitere Teilnehmer posieren vor den beiden Oldtimer-Militärfahrzeugen, mit denen sie am Gemeinderats-Ausflug unterwegs waren.

Gemeinderäte, Chefbeamte und weitere Teilnehmer posieren vor den beiden Oldtimer-Militärfahrzeugen, mit denen sie am Gemeinderats-Ausflug unterwegs waren.

ZVG

«Das letzte Mal habe ich ihn noch als Stadtschreiber organisiert», erklärte Stadtpräsident François Scheidegger, es sei also höchste Zeit gewesen, wieder einmal so etwas auf die Beine zu stellen; zumal solche Reisen früher regelmässig stattgefunden haben. Nicht zuletzt hatte der Ausflug auch die Teambildung und das bessere Kennenlernen der Teilnehmenden zum Ziel. Mit zwei geländetauglichen Militäroldtimern gings am Pfingstsamstag zunächst einmal zum Althüsli ob Selzach und danach weiter zum Eventbauernhof Montpelon, der von Alt Kantonsratspräsident Ernst Lanz und seiner Frau Elsbeth bewirtschaftet wird. «Die nächste Station war das Jagdhaus Rüschgraben, wo wir von Emil Blümli und seinem Team fein bekocht wurden», berichtet Stadtschreiberin Luzia Meister. Dem Vernehmen nach gabs Braten mit Pilzrisotto und Gemüse.

Retour gings von Gänsbrunnen über Moutier nach Grenchen mit der Bahn. «Es gab manches zu lernen über Jagd und Landwirtschaft im Jura und vor allem immer wieder viel zu lachen, trotz bisig-kühlen Wetters», so die Mitteilung der Stadtschreiberin.

Dass Gemeinderat Ivo von Bürens Herz beim Anblick von alten Militärlastwagen höherschlägt, weiss man. Doch konnten sie eine junge Frau ebenfalls beglücken? SP-Gemeinderätin Angela Kummer gibt sich diplomatisch: «Ich habe mich warm angezogen und ich hatte durchaus auch meinen Spass daran», versichert sie. «Wenngleich die Männer natürlich sofort in ihren Militärerinnerungen schwelgten», ergänzt sie lachend. «Doch es gab natürlich für alle genug Gesprächsthemen.» Das Ziel, informelle Gespräche politischer und privater Natur unter den Gemeinderäten zu fördern, sei jedenfalls mit dem Anlass erreicht worden, meint Kummer. «Sympathisch fand ich auch, dass wir in der näheren Region unterwegs gewesen sind.»