Rahel Hofmann, wie kam es dazu, dass Sie sich für die Miss-Bern-Wahl angemeldet haben?

Ich war zusammen mit ein paar Kolleginnen im «Liquid» in Bern im Ausgang. Dort haben die Organisatoren der Miss-Bern-Wahl neue Gesichter und Kandidatinnen für die diesjährige Miss Bern gesucht. Wir (Rahel Hofmann und Julia Jane Brotschi, die in den nächsten Tagen vorgestellt wird, Anm. der Redaktion) haben uns spontan angemeldet und wurden zu einem Casting eingeladen. Danach wurden wir angerufen und darüber informiert, dass wir beide weiterkommen. Megacool.

Was macht Sie zu einer möglichen Miss Bern?

Ich bin sehr lebhaft und energiegeladen. Das braucht es auch. Man darf als Miss Bern keine Schlaftablette sein, darf keine Angst vor den Leuten haben und muss auf sie zugehen können. Ich bin nicht scheu, sondern kontaktfreudig und kann einigermassen gut reden, was sicher auch nicht schadet.

Welche Hobbys haben Sie?

Ich lese sehr gerne und liebe alte Filme, vor allem Musicals. Und nicht zu vergessen das Hobby fast jeder Frau: meine kleine Schuhsucht. Ich habe schon lange nicht mehr gezählt, aber ich habe sicher 70 Paar Schuhe oder mehr. Zum Teil solche, die ich noch kein einziges Mal getragen habe, weil sich die Gelegenheit dazu nicht ergab.

Also Prada, Manolo, Dior, Pura Lopez und andere teure Marken?

Die kann ich mir jetzt gar nicht leisten, und mir sind andere Dinge im Moment wichtiger. Aber wenn ich ein Paar sehe, das mir gefällt, dann kauf ich sie, auch wenn sie etwas teurer sind.

Was finden Sie besonders schön an sich selber?

Meine Augen und meine Zähne. Auf meine Zähne bin ich megastolz. Der Zahnarzt hat zwar nachgeholfen, ich trug während dreier Jahre bis zur achten Klasse eine Zahnspange.

Was bedeutet Schönheit für Sie?

Schönheit hat für mich vor allem mit der Persönlichkeit und Ausstrahlung zu tun. Und damit, wie sich jemand verhält. Eine schöne Person, die arrogant daherkommt, verliert für mich ihre Attraktivität.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, Miss Bern zu werden?

Dieses Jahr sind sehr viele verschiedene «Typen» von Frauen unter den Kandidatinnen vertreten. Viele haben das Potenzial zu gewinnen und viele haben etwas Besonderes. Es gibt keine 08/15-Frauen darunter. Sollte ich in die vorderen Ränge kommen, das wäre schon cool. Aber ich will mich gar nicht erst zu sehr da rein- steigern, weil die Enttäuschung dann umso grösser wäre, sollte es nicht klappen.

Was erhoffen Sie sich für den Fall, Sie gewinnen die Wahl?

Viele neue Leute kennen zu lernen und coole Dinge machen zu können, welche «normale» Mädchen in meinem Alter nicht erleben können, das reizt mich schon.

Haben Sie bestimmte Vorbilder wie Ex-Missen oder Models?

Es gibt eine ganze Menge schöner Models, die mir gefallen, aber Vorbild? Nein. Meine Präferenzen gehen eher Richtung Schauspielerei. Rachel McAdams finde ich sehr gut. Und Nicole Kidman, obwohl sie sich mit Botox behandeln liess, aber das ist mir egal, sie ist eine gute Schauspielerin.

Schauspiel wäre also eine mögliche Richtung für später?

Ja, ich habe auch schon einen Theaterkurs absolviert und spielte schon immer gerne Theater.

Wie sähe es denn mit einer Model-Karriere aus?

Als Model braucht man enorm viel Disziplin. Ich hatte zwar erst jetzt mein erstes Fotoshooting, die ersten Lauftrainings, mache am Samstag meine erste Modeshow, aber irgendwie spürt man schon ein wenig, was es zum Model braucht. Und das ist dann doch noch einiges mehr, als wir bei den Vorbereitungen zur Miss-Bern-Wahl erleben.

Gefällt es Ihnen, im Scheinwerferlicht zu stehen und auch in der Klatschpresse zu erscheinen?

Ja, ich habe immer Freude, wenn ich in der Zeitung erscheine. Das war schon immer so, ich war jedes Mal aus dem Häuschen, wenn ein Foto von mir veröffentlicht wurde. Es gehört ja auch zu den Aufgaben einer Miss, in den Medien präsent zu sein.

Was meint Ihr Freund und was sagt Ihre Familie zur Finalteilnahme?

Mein Freund Eric ist megastolz auf mich. Und wenn es klappen sollte und ich dann für ein Jahr öfters unterwegs wäre, er könnte damit umgehen, glaube ich. Meine ältere Schwester Mjriam hat mir schon immer gesagt, ich solle mich mal bei so etwas bewerben. Auch Noemi, meine 14-jährige Schwester, ist superstolz auf mich. Sie musste es gleich ins Facebook stellen, als ich ihr sagte, ich sei Finalistin.

Wie sehen Ihre nächsten Zukunftspläne aus?

Nach Abschluss meiner Ausbildung möchte ich ein Jahr lang als Aupair nach Lausanne, um Französisch zu lernen. Ich liebe Kinder und möchte gerne mit Kindern arbeiten.