Bereits zum siebten Mal fand das «Pétanque-Turnier Schrebergarten Grenchen» statt. «Die Idee entstand, weil seit der Jahrhundertwende in den Familiengärten kein grosses Fest mehr stattfindet», erzählt Markus Küpfer, der die Organisationscrew leitet. Kollegen haben mitgearbeitet und auf dem Areal zwei Plätze mit guter Unterlage gebaut.

ür das Turnier wird jeweils auch ein Teil des Parkplatzes für Spielfelder hergerichtet. Natürlich birgt das Spiel auf der kiesigen Parkfläche Überraschungen, die Kugel geht schon mal eigene Wege. «Ich war noch nie so schlecht», seufzt Ernst Mäder, aber es liege an beiden Spielern gibt er schmunzelnd bekannt. Der 77-Jährige bebaut einen Garten im Areal. «Fünf Zwiebeln, vier Kohlrabi», er setzt die Aufzählung mit Schalk in den Augen fort.

Robert Amacker bildet mit seinem Enkel, Patrick Gisiger, ein Zweierteam. «Es gibt noch Platz gegen oben und unten», kommentieren die beiden die Zwischenrangliste. Voller Zuversicht und Tatendrang wollen sie weiterkämpfen. «Wir haben 13:12 gewonnen», verkündet die 14-jährige Marème Zuber, die vor Freude hüpft.

Sieg in allen Spielen

Insgesamt spielt jede Mannschaft sechs Partien. Der Gewinn des Spiels steht fest, wenn ein Team 13 Punkte erreicht hat und die andere Mannschaft keine Kugeln mehr zur Verfügung hat. Das erste Pétanque-Spiel wurde im Jahre 1907 in Südfrankreich ausgetragen. Der Name leitet sich aus dem provenzalischen ab. Mit Kräutern aus dieser Gegend Frankreichs hat Gottardo Rüfenacht seine Pétanque-Würste herstellen lassen. Spieler und Zuschauer greifen zu und die Zusammenarbeit mit der Restaurant-Wirtin Sarah Grolimund klappt vorzüglich.

Bereits nach vier Partien liegen Marcel Lanz und Martin Wenger in Führung. Weil sie in allen Spielen siegen, gewinnen sie auch das Turnier. Robert und Elsbeth Wingeier belegen den zweiten Platz und Heinz Mathys und Adrian Sollberger schaffen es als Dritte aufs Podest. Der Pechvogelpreis geht an Ernst Ingold und Oskar Jakob. „Wir hatten noch nie Regen, die Ambiance passt", freut sich Markus Küpfer mit seinen Mitstreitern, die das kleine aber feine Turnier auf die Beine stellten.