Grenchner Stapiwahlen
Prominente Köpfe setzen sich für die Stapi-Kandidaten ein

Prominente Göttis sorgen sich um die Uhrenstadt. FDP-Parteipräsident Philipp Müller unterstützt François Scheidegger und Boris Banga erhält Schützenhilfe aus Wirtschaftskreisen.

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FDP-Parteipräsident Philipp Müller wünscht François Scheidegger Erfolg, derweil Unternehmer Andy Rihs und Industriemanager Ernst Thomke sich für Boris Banga ins Zeug legen.

FDP-Parteipräsident Philipp Müller wünscht François Scheidegger Erfolg, derweil Unternehmer Andy Rihs und Industriemanager Ernst Thomke sich für Boris Banga ins Zeug legen.

key/ato/om

An den 22. September 2013 wird man sich in Grenchen mit Bestimmtheit noch länger erinnern: Entweder kann Boris Banga im Hôtel-de-Ville noch eine Ehrenrunde drehen, oder die Wählerinnen und Wähler weisen ihrem langjährigen Stadtpräsidenten die Türe. Der Grabenkampf zwischen dem SP-Mann und seinem bürgerlichen Herausforderer dauert schon gar lange und es war nicht anzunehmen, dass die Ausmarchung bis zum Tag der endgültigen Entscheidung einfach so dahinplätschern würde.

Nicht zuletzt an der Leserbrieffront sind die Töne gehässiger und der Stil loser geworden. So ist die Frau des Herausforderers wegen der Einschulung ihres Kindes kritisiert worden, was umgehend ein Loblied auf eben diese Frau ausgelöst hat. Angestimmt hat es kein Geringerer als der lokale Parteipräsident des Banga-Gegners. Nicht uninteressant: Beim Lesen der Zeilen hätte man schier auf die Idee kommen können, die ideale Kandidatin wäre eigentlich die Frau des Herausforderers gewesen.

Der politische Schlagabtausch ist grundsätzlich erwünscht. Die konkurrierenden Lager kommen jedoch nicht umhin, sich genau zu überlegen, wohin sie zielen - zumal die Höhe der Gürtellinie nicht exakt definiert ist. Oberhalb lässt sich die Beobachtung eines Lesers einordnen, der es paradox findet, dass «ausgerechnet der Verwalter Scheidegger von Mitte-Rechts herbeigesehnt wird», derweil der «Sozi Banga bei Unternehmern hoch im Kurs ist».

Lob von prominenter Seite

Ein Blick auf die bangasche Wahlplattform im Internet bestätigt dessen Kontakte zur Wirtschaft. So wird zum Beispiel Heinz Wälti von Landi Schweiz mit den Worten zitiert: «Als Grenchner-Fan ist mir aufgefallen, dass die Ausstrahlung und Dynamik der Stadt in den letzten Jahren immer mehr zugenommen haben. Trotz widriger Umstände gilt Grenchen nach wie vor etwas. Wessen Handschrift ist das wohl? Die Antwort ist leicht zu erraten, denn es gibt dafür nur einen Namen: Boris Banga.»

Nicht weniger Lob kommt von Industriemanager Ernst Thomke: «Grenchen braucht keinen neuen Stapi. (...) Die Stadt hat als Industriestandort dank Bangas Vision erheblich an Attraktivität gewonnen. Nicht nur die weltbekannten Uhrenunternehmen haben ihre neuen Fabriken in Grenchen aufgebaut, sondern auch viele neue Unternehmungen sind nach Grenchen gezogen und haben neuartige Arbeitsplätze geschaffen.»

Thomke weist auch darauf hin, dass das neue Radsportzentrum ohne Bangas Initiative und Enthusiasmus wohl nicht nach Grenchen gekommen wäre. Mit dem Velotempel verbindet man natürlich auch den Namen Andy Rihs, Unternehmer und Stiftungspräsident der Stiftung Velodrome Suisse. Er meint: «Boris Banga ist ein hervorragend vernetzter Tatenmensch, der macht, und nicht nur redet. Ohne ihn gäbe es kein Velodrome Suisse in Grenchen.»

Hans Rudolf Haefeli, Verwaltungsratspräsident der Etampa AG in Grenchen, äussert sich wie folgt: «Ich bin der festen Überzeugung, dass du die Stadt und die Industrie am besten vertrittst und es so weiterhin möglich sein wird, anfallende Projekte und Probleme schnell, effizient und der Sache dienlich zu erledigen.» Oder Urs Tschudin, Direktor der gleichnamigen Grenchner Aktiengesellschaft: «Boris Banga ist der zielstrebige Macher. Er sorgte in Grenchen für eine beispiellose Entwicklung, der Schaffung neuer interessanter Arbeitsplätze, gesunder Finanzen und am Jurasüdfuss für die höchste Sicherheit.»

Nicht viel anders eine Unternehmer-Stimme aus Deutschland, Franz Binder aus Neckarsulm: «Durch die Gründung unserer Tochterfirma bec in Grenchen kenne ich Boris Banga seit über 20 Jahren. Ich habe ihn in dieser Zeit als kompetenten, zuverlässigen und zielstrebigen Menschen schätzen gelernt, der seine umfangreiche Erfahrung zum Wohl der Stadt Grenchen und der dort ansässigen Bürger und Firmen einsetzt.»

Auch Scheidegger kann punkten

Sein Kontaktnetz über Grenchen hinaus hat inzwischen auch der zweite Anwärter auf das Stadtpräsidentenamt aufblitzen lassen. FDP- Schweiz-Parteipräsident Philipp Müller reiste unlängst in die Uhrenstadt und sagte: «Ich hoffe, dass in Grenchen ein Wechsel möglich wird und ich wünsche François Scheidegger viel Erfolg. Ich bin sicher, er ist der richtige Mann, um Grenchen in die Zukunft zu führen.» Spätestens in drei Wochen wissen wir mehr. (rrg)