Grenchner Fasnacht
Proklamation mit farbig-schränzigem Potpourri

Obernarr Diego der Erste proklamiert die Grenchner Fasnacht auf dem Zytplatz.

Oliver Menge
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Proklamation der Grenchner Fasnacht 2018
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Proklamation der Grenchner Fasnacht 2018
Obernarr Diego I
Cocoloris
 Cocoloris
Hilari Schnibako
Hilari Schnibako
Hilari Schnibako
Hilari Schnibako
Schuelschwänzer
Schuelschwänzer
Schuelschwänzer
Paukistin der Schuelschwänzer
Schuelschwänzer
Jguschränzer Recherswil
Jguschränzer Recherswil

Proklamation der Grenchner Fasnacht 2018

Oliver Menge

Kalt war’s, am Donnerstagabend, als Diego der Erste, seines Zeichens Obernarr, vom Wagen der Stadtratten kletterte, auf dem er von Alt-Ehren-Obernarr Heinz Westreicher und weiteren Fasnächtlern begleitet wurde, um auf der Bühne die Fasnacht zu proklamieren. Auf den Nachtumzug verzichtete man – eine unmittelbare Auswirkung des Umstands, dass die Fasnacht ausgerechnet mitten in die Ferien fällt. Und wahrscheinlich auch, weil der Publikumsaufmarsch sich doch bisher in Grenzen gehalten hatte, milde ausgedrückt.

Auf dem Zeitplatz stellten sich zuvor die Guggenmusiken auf und boten ein farbenprächtiges Bild. Den Auftakt machten die Cocoloris, schön, wie eh und je, pünktlich um acht. Die Hilario Schnibako lieferten zwei bissige Bänke, die Jguschränzer aus Recherswil stellten unter Beweis, dass man auch im Wasseramt den «Rütmuss» im Blut hat.

Ober Diego der Erste betrat die Bühne und ergriff das Mikrofon: «Mir Narre düe dürästartä sit’em Morge – Mache Fasnacht und hei keni Sorge – Bis Äschermittwuch wird jetz gfiiret – Es wird glachet, tanzt und gliiret. Ä Fasnächtler goht nid ufd Schi – Au wenn das Johr Ferie si – Är träit sis Kostüm farbefroh – Wöu eso duet Fasnacht ersch entstoh.» In seinem Rück- und Ausblick nahm Diego I. Bezug auf Chesslete und Kinderumzug. Nach der Eröffnung und seiner Rede sei geplant, für Stimmung in den Beizen zu sorgen: «Wenn mir si am Früre, gö mir id Beize – Düei dört witer d’Stimmig ufheize – Schnitzelbänk düei si dört singe – Und üs richtig zum Lache bringe – D’Narre wärde zäme dürästartä – Chöi dr Gross Umzug chum erwartä.»

Obernarr Diego Kummer freute sich ganz besonders auf den farbenfrohen und fröhlichen grossen Umzug am Sonntag: «Am Sunnti am Umzug dä Kostümierte winke – Derzue es Würstli und es Bierli trinke – Die Chlinä chöi Konfetti schiesse – Und die Grossä die tollä Wäge gniesse.» Doch damit sei noch lange nicht Schluss, denn am Dienstag steigt im Parktheater mit dem traditionellen Kinderball die Fasnacht für die ganz Kleinen, mit besonders viel Konfetti.

Nach der Fasnachtsparty im Rössli stehe dann nur noch ein letztes Mal der Gang um den Böögg auf dem Programm. Doch halt: «Aber Narre, bis zum Böögg geits no lang – Vorhär nähme mir d’Stadt i üsi Hang – Düet dürästartä z’Gränche, ungeniert – Die Fasnacht, die isch jetz proklamiert!»

Nach seiner Proklamation stellten die Schuelschwänzer unter Beweis, dass sie in den letzten zwei, drei Jahren unglaublich vorwärtsgemacht haben, wie es ein Fasnächtler am Rande des Platzes ausdrückte. Die Hilari Broders spielten cool wie immer, die Stadtratten boten bissigen Humor. Nach der Beizenprämierung – siehe unten – waren noch die von weit her angereisten Chessuriisser aus Wiler bei Utzenstorf zu hören, bevor die Frösche den Schluss machten. Die Fasnacht ist gestartet.