Der Verein ProGrenchen veröffentlichte eine Fotomontage, die die landschaftlichen Folgen der geplanten Windparks Grenchenberg und Montoz - Pré Richard illustriert. Laut der Mitteilung des Vereins sind die bis zu 200 Meter hohen Windturbinen über 100 Kilometer weit sichtbar.

Einsehbarkeit der WEA-Standorte im Fernbereich bis ca. 100 km Distanz aus der Sichtbarkeitsanalyse des SWG

Einsehbarkeit der WEA-Standorte im Fernbereich bis ca. 100 km Distanz aus der Sichtbarkeitsanalyse des SWG

Diese Berechnungen wurden zusammen mit dem Landschaftsschutz erstellt, ein weiterer Verein, der sich gegen die geplanten Windparks geäußert hat.

Ausserdem sollten die Einsprachen der Einwohnerinnen und Einwohner in Grenchen und Bettlach vom Regierungsrat her mehr Beachtung geschenkt werden. Anfangs Januar hätte dieser festgehalten, dass die Einwohner von Arch in Bern von der Sichtbarkeit mehr betroffen wären also die Einwohnerschaft der Solothurner Gemeinden. Dadurch lies der Regierungsrat die Einsprachen nicht zu. «Wir sind der Meinung, dass es eine neue Beurteilung der Betroffenheit braucht, im Speziellen eine Koordination mit dem Kanton Bern, da unsere Nachbargemeinden mindestens ebenso betroffen sind. Die im Projekt der SWG erstellte Sichtbarkeitsanalyse spricht der Grenchner Bevölkerung eine Einsprachelegitimation zu. Der Gemeinderat hat dies in seiner Stellungnahme im Einspracheverfahren bestätigt», so der Verein ProGrenchen.

Schon beim Windpark Schwyberg hat sich das Bundesgericht und das Kantonsgericht gegen den Park entschieden. Der Verein erhofft sich nun, dass auch beim Grenchenberg eine umfassende Interessensabwägung auf Richtplanstufe durchgeführt wird, anstatt dies erst auf Nutzungsplanebene zu tun. Daher darf laut ProGrenchen angezweifelt werden, ob das Projekt Windpark Grenchenberg im Richtplan überhaupt eine rechtsgültige Grundlage hat. (naj)