Die Geschichte um das Hanf von Christian Steiner aus Hersiwil ist um ein Kapitel reicher. Dank einem Beschluss des Obergerichts konnte der Hanf-Bauer seine Ernte gestern auf vier Traktoranhängern von Hersiwil in eine Trocknungsanlage ins Seeland fahren. «Wohin wir das Hanf führten, wollen wir nicht bekanntgeben», erklärt Christian Steiner auf Anfrage. Dies geschehe aus Sicherheitsgründen.

Zu hoher THC-Gehalt

Mit im Konvoi fuhren auch die Polizei und ein privater Sicherheitsdienst, welcher die Pflanzen zwischen der Ernte und dem gestrigen Transport schon bewachen musste. Der Transport wurde nötig, da das vergangene Woche geerntete Hanf zu verfaulen drohte. Der zuständige Staatsanwalt Jan Gutzwiller verurteilte gegenüber «20 Minuten» den Transport. Dieser erfordere nur einmal mehr grosse polizeiliche Ressourcen. Der Hanf trockne nun im Seeland und bleibe beschlagnahmt, bis ein Gerichtsentscheid gefällt würde, so Hanf-Bauer Steiner auf Anfrage.

Er kämpft schon seit August für seinen Industriehanf. Damals tauchte die Polizei auf dem Feld auf und nahm drei Pflanzen mit, welche daraufhin auf den THC-Gehalt getestet wurden. Dieser lag knapp über dem zulässigen Grenzwert von einem Prozent. Mit diesem Test begann ein juristisches Hickhack. Erst nach einer Beschwerde beim Obergericht durfte er die Pflanzen vergangene Woche ernten und in einer Scheune einlagern. Auch schon da war die Kantonspolizei Solothurn dabei.  (san)

Mehr zum Fall des Hersiwiler Bauers Christian Steiner heute Abend um 18.00 Uhr auf TeleM1.