Sicherheit

Polizei hält die «Hot Spots» in Grenchen und Umgebung im Auge

Luftaufnahme mit Nordbahnhof. Die beiden Bahnhöfe erfordern als «Hot Spots» erhöhte Polizeipräsenz. Peter Brotschi

Luftaufnahme mit Nordbahnhof. Die beiden Bahnhöfe erfordern als «Hot Spots» erhöhte Polizeipräsenz. Peter Brotschi

Die Polizei will problematische Areale öfters überwachen. Sie führt dafür eine Liste mit ganzjährigen und saisonalen «Hot Spots». In Grenchen gehören unter anderem die beiden Bahnhöfe Nord und Süd oder der Marktplatz dazu.

Die Sektion «Regionenpolizei West» der Kapo Solothurn informierte im Polizeiposten Grenchen über die Bewirtschaftung von «Hot Spots», Häusliche Gewalt und die neuen Regelungen des Strassenverkehrsgesetz seit Anfang dieses Jahres. Sogenannte «Hot Spots» sind öffentlich zugängliche Orte, wo es vermehrt zu Beschwerden durch die Bevölkerung kommt.

So zum Beispiel bei Nachtruhestörungen, Zuwiderhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz oder, was in den letzten Jahren vermehrt zugenommen hat, Littering. Die Polizei registriert diese Orte und antwortet darauf mit erhöhter Präsenz.

Bahnhöfe sind Hot Spots

In Grenchen sind dies beispielsweise die beiden Bahnhöfe Nord und Süd oder der Marktplatz. Wobei die Stadt selbst nicht so problematisch sei.

Für mehr Aufwand in der direkten Umgebung von Grenchen sorgen die saisonalen «Hot Spots», welche aufgeschaltet werden wenn die Temperaturen steigen.

Vor allem die Gebiete entlang der Aare und der Bettlacherrank sind während den wärmeren Jahreszeiten beliebte Treffpunkte. An diesen Orten ist besonders Littering ein grosses Problem.

Hingegen ein ganzjährlich geführter «Hot Spot» ist zum Beispiel die Region um das Asylheim in Selzach, wo im letzten Jahr 523 Kontrollen durchgeführt worden sind. Die Bewirtschaftung von «Hot Spots» läuft nach einem bestimmten Muster ab. Die Gemeinden, aber auch private Personen, können der Polizei vermutete «Hot Spots» melden.

Effizientere Kontrollen

Die Polizei führt daraufhin, zu bestimmten Zeiten, gezielte Kontrollen durch. Konnte sich der Verdacht erhärten, wird der «Hot Spot» in den Gefahrenkataster aufgenommen, wodurch er nun regelmässig kontrolliert wird. «Auf diese Weise können wir unsere Leute gezielter und effizienter einsetzen», sagt Roland Ruetsch von der Kantonspolizei.

«Da wir nun genau wissen was, wo und zu welchem Zeitpunkt wir kontrollieren müssen». Dadurch werde schlussendlich auch die lokale Sicherheit erhöht. Als Nachteil wird genannt, dass die Hilfsmittel auch missbraucht werden können.

Absprache mit Gemeinden

Beispielsweise wenn vorschnell Meldung bei der Polizei erstattet wird. Jedoch sieht man dies nicht als allzu grosse Problematik an. Denn man geht davon aus, dass bei den Gemeindeverantwortlichen bereits vorgefiltert wird, bevor die Meldungen an die Polizei weitergeleitet werden.

Stellt sich heraus, dass sich die Lage an einem «Hot Spot» nach einiger Zeit beruhigt hat, kann er auch wieder abgeschaltet werden. «Auf- und Abschaltung der Hot Spots geschieht immer auch durch Absprache mit den Gemeinden», so Ruetsch.

Sollten sich dennoch erneute Unruhe an einem abgeschalteten Ort bemerkbar machen, so kann der «Hot Spot» schnell wieder reaktiviert werden.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1