Regierungsrat Solothurn
Piste des Flughafen Grenchens soll gegen Westen verlängert werden

Änderungen am Pistensystem des Regionalflughafens Grenchen sind erforderlich, kommt der Solothurner Regierungsrat zum Schluss. Die Piste soll jedoch nicht wie geplant gegen Osten, sondern gegen Westen verlängert werden.

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zvg/Flughafen Grenchen

Der Regierungsrat unterstützt die Bestrebungen der Betreiberin, den Regionalflughafen Grenchen an die erhöhten internationalen Sicherheitsvorschriften für den Geschäftsverkehr anzupassen, teilt die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Das Anliegen «Pistenanpassung» sei für den Standort Kanton Solothurn und die Region Jurasüdfuss von «grosser wirtschaftlicher Bedeutung» und sei deshalb zu unterstützen. Die heutige Pistenlänge sei für die Geschäftsfliegerei zu kurz.

Der Regierungsrat lehnt jedoch eine Erweiterung der Piste gegen Osten ab. Diese hätte von 450 Metern auf total 1450 verlängert werden sollen. Das Projekt berge zu viele negative Auswirkungen auf Raum und Umwelt, kommt der Regierungsrat zum Schluss.

Auswirkungen auf Raum und Umwelt

Eine Pistenverlängerung gegen Westen erweist sich für die Regierung als zielführender. Ein neues Projekt soll nun aufzeigen, mit welchen Massnahmen die Auswirkungen einer Pistenverlängerung auf Raum und Umwelt in Grenzen gehalten werden können.

Denkbar seien beispielsweise Vorschläge im Bereich Begrenzen der Anzahl Luftbewegungen, Festlegen von Anteilen Geschäfts-, Schulungs- beziehungsweise Freizeitverkehr, Konkretisieren der Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen.

Ausserdem sollen die Verantwortlichen des Regionalflugplatz Jura-Grenchen besser kommunizieren, betont der Regierungsrat. (ldu)