Pieterlen
Gemeindeversammlung gibt grünes Licht für provisorischen Schulraum

Sechs Container für 1,1 Mio. Fr. bieten Platz für zwei Klassen, die Tagesschule und weitere Arbeitsbereiche.

Anke Eckardt
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Das Primarschulhaus Pieterlen platzt schon fast aus allen Nähten.

Das Primarschulhaus Pieterlen platzt schon fast aus allen Nähten.

Hanspeter Bärtschi

Beschwingte Melodien tönten den Besuchern der Gemeindeversammlung beim Eintreten in das Mehrzweckgebäude am vergangenen Mittwochabend entgegen. Die Musikgesellschaft Pieterlen spielte unter der Leitung von Beda Mast. Dieser ungewohnte Beginn der Veranstaltung gab der anschliessenden Übergabe der Jungbürgerbriefe an die zehn anwesenden Jugendlichen eine feierliche Note.

Danach folgten noch zwei weitere Ehrungen, bevor der geschäftliche Teil der Versammlung begann: Der 89-jährige Martin Hutzli wurde zum wiederholten Mal Weltmeister im Orientierungslauf in seiner Kategorie und die Korbballmannschaft des Turnvereins erreichte bei der Schweizer Meisterschaft den obersten Podestplatz.

Viel Geld für die Schule

Die 86 Stimmberechtigten gaben der Gemeinde grünes Licht für die Errichtung von provisorischen Schulraum. 1,1 Millionen Franken wird dies kosten. Ab kommenden Schuljahr sollen die sechs Container für zwei Klassen, die Tagesschule und weitere Arbeitsbereiche Platz bieten. Parallel dazu wird ein Anbau an das Mehrzweckgebäude geplant, welcher für die Tagesschule gedacht ist. Das starke Wachstum des Dorfes – seit kurzem über 5000 Bewohnende - erfordert besonders in der Schule seinen Tribut. Hier stehen in den nächsten Jahren weitere grosse Investitionen an.

Gemeinderat Peter Stalder präsentierte den Finanzplan 2022 bis 2026. Dabei machte er darauf Aufmerksam, das mit einer Erhöhung der Verschuldung und des Steuersatzes gerechnet werden muss, damit die notwendigen Investitionen, welche vor allem die Infrastruktur der Gemeinde betreffen, getätigt werden können.

Überarbeitete Reglemente

Das Budget 2022, welches einen Ertragsüberschuss aufweist, wurde einstimmig genehmigt. Die Nettoinvestitionen betragen rund 3,3 Mio Franken mehr als im Budget von 2021. Mehrere Reglemente mussten überarbeitet werden, da sie nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen. Das neue Gebührenreglement und die Anpassungen im Reglement über den Ortsbildfonds erhielten ebenfalls die Zustimmung der Anwesenden.

Ab Januar 2022 ist es möglich, den KulturLegi-Pass auch in Pieterlen zu beantragen. Mit diesem können Personen, welche ein sehr geringes Einkommen haben, kulturelle, sportliche und Bildungsanlässe vergünstigt besuchen.

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