Der Cashflow aus der laufenden Rechnung beträgt fast 352 000 Franken. Das Eigenkapital wuchs auf über 9,5 Mio. Franken. Während die Forstrechnung mit einem nicht budgetierten Gewinn abschloss, lag das Defizit bei der Allgemeinen Verwaltung etwas höher als veranschlagt. Verwalter Renato Müller begründete dies mit höheren Aufwendungen beim Umbau Bürgerhaus sowie mit unvorhergesehenen Investitionen bei den Berghöfen.

Revierförster Patrik Mosimann verwies auf den wegen der tiefen Preise immer noch schwierigen Holzmarkt. Dass trotzdem ein positives Ergebnis resultierte, ist darauf zurückzuführen, dass wegen eines vorübergehend tieferen Personalbestandes im Forstteam weniger Kosten angefallen sind. Dazu hat sich die Gartenholzerei für Dritte gut entwickelt.

In seinem Rückblick auf Geschäfte aus den letzten sechs Monaten konnte Präsident Franz Schilt vermelden, dass der Bürgerrat in Zusammenarbeit mit der SWG Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern des Unter- und Obergrenchenbergs plane und so die Energiestadt Grenchen weiter stärken wolle. In einer ersten Lesung hat man sich auch mit der Pistenverlängerung Flughafen befasst. Als eine der grossen Landbesitzerinnen in der Witi ist die Bürgergemeinde direkt betroffen.

Der Bürgerrat wird zuhanden der Stadt Grenchen in seiner Stellungnahme zum Ausdruck bringen, dass die Bürgergemeinde zum Regionalflugplatz steht und das Bestreben grundsätzlich unterstützt, damit der Flugplatz mit den Entwicklungen der schweizerischen Luftfahrt Schritt halten und seine Stellung als wichtiger Regionalflugplatz der Schweiz wahren kann. Er wird aber auch festhalten, dass die bis heute bekannten Informationen nicht genügen, um sich über das Projekt Pistenverlängerung ein abschliessendes Urteil bilden zu können, weil die geplante Ausweitung der Witi-Schutzzone sowie die Ausdehnung des Flughafenareals nach Süden die langfristigen wirtschaftlichen Interessen der Bürgergemeinde stark tangieren. Der Bürgerrat wird schliesslich der Hoffnung Ausdruck geben, dass sich die verschiedenen Anliegen verbinden lassen und das Projekt so zu einem erfolgreichen Abschluss kommen kann.

Im Weiteren verwies Franz Schilt auf die Tatsache, dass dank tüchtiger Pächter die drei Berggasthöfe in der letzten Zeit noch bekannter und beliebter geworden seien. Einer Lösung harrt hingegen noch das Abwasserproblem auf den Berghöfen. Es wird mit Kosten gerechnet, die in etwa dem Baurechtsertrag aus der geplanten Windenergie-Anlage während gut 20 Jahren entsprechen. Man stehe nach wie vor hinter dem Projekt, auch wenn die Bürgergemeinde dadurch nicht reich werde. Einstimmig gewährte schliesslich die Versammlung neun Personen aus den Staaten Kosovo, Italien, Portugal, Kroatien, Vietnam und Türkei das Bürgerrecht.