Sammelaktion
Pfarrei St. Ursen sammelt Geld für den Kongo

Beachtliche Unterstützung aus Solothurn: Für ein Projekt des Fastenopfers im Kongo hat die Pfarrei St. Ursen rund 17 000 Franken gesammelt.

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Solothurner Zeitung

In der ökumenischen Fastenzeit vor Ostern sammeln Pfarreien und Kirchgemeinden in der Schweiz Spenden für Benachteiligte im Süden. Damit finanziert und begleitet das Fastenopfer rund 350 Projekte in 16 Ländern weltweit. Einzelne Pfarreien sammeln dabei gezielt für ein konkretes Projekt. So hat die Pfarrei

St. Ursen in Solothurn gewissermassen unter der Schirmherrschaft der Frauengemeinschaft dieses Jahr 17550 Franken gesammelt, um Menschen in der Demokratischen Republik Kongo im Kampf gegen den Hunger zu unterstützen.

Hilfe zur Selbsthilfe ist die Devise

Hunger war während Jahren ein immer wiederkehrender Begleiter der Menschen im unwegsamen Gebiet der Pfarrei Banda im Süden Kongos. Das Projekt A.D.R.I. unterstützt christliche Basisgemeinden, Frauengruppen und andere kleine Organisationen, damit sie sich aus eigener Kraft vom Hunger befreien können.

Gemeinschaftsfelder, auf denen Nahrungsreserven angebaut werden, und verbessertes Saatgut für Grundnahrungsmittel garantieren den beteiligten Familien reichhaltige Nahrung. Die Überschüsse von den rund 160 angelegten Gemeinschaftsfeldern werden auf den Dorfmärkten verkauft und der Erlös in gemeinsame Sparkassen gelegt.
Daraus können die Mitglieder Notkredite für Medikamente oder Schulgebühren aufnehmen, die sie in Form von zusätzlicher Arbeit auf dem Gemeinschaftsfeld wieder an die Kasse zurückzahlen. Als Nächstes sollen Weiterbildungen durchgeführt und neue Dorforganisationen in die Gemeinschaftsarbeit und das Führen eines Kassenbuchs eingeführt werden.

Dieses Projekt zeigt die Arbeitsweise des Fastenopfers: Die Menschen sollen ihre Situation selber verbessern, ohne dabei in neue Abhängigkeiten zu verfallen. Antonio Hautle, Direktor des Fastenopfers, ist beeindruckt von der Solidarität in der Schweiz mit Menschen im Süden: «Dank der Treue unserer Pfarreien sowie Spenderinnen und Spendern kann Fastenopfer mit seinen Partnern vielen Menschen ein würdiges Leben ermöglichen. Gemeinsam leisten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Überwindung der Armut.» (mgt)

Unterstützung via PC 60-19191-7. Infos: www.fastenopfer.ch