Spiel, Spass und Abenteuer fernab von Spielekonsolen und Konsorten. Dass dies auch in der heutigen Zeit noch möglich ist, zeigten die Pfadfinder an ihrem ersten nationalen Schnuppertag. An 400 Standorten in der ganzen Schweiz wurden Kinder raus aus der heimischen Stube und rein in die Natur gelockt. Als eine der grössten Abteilungen im Kanton beteiligte sich auch die «Pfadi Johanniter Grenchen» am Geschehen und nahm die Kinder mit auf eine Erlebnisreise in die Welt der Seeräuber.

Dem mächtigen Piraten Captain Lafayette wurde sein verzauberter Wunschelbart gestohlen, mit welchem er verborgene Schätze ausfindig machen kann. Zusammen mit seinen vier Häuptlingen und den Kindern heftete sich der Freibeuter an die Fersen des heimtückischen Diebes, um ihm die magische Gesichtsbehaarung wieder zu entreissen. Die kleinen Abenteurer segelten dabei über die sieben Weltmeere in alle vier Himmelsrichtungen. Sie mussten diverse Aufgaben erledigen, damit sie der Ergreifung des Halunken näher kamen.

So landeten die Kinder im Westen auf den Osterinseln, wo sie mit dem Osterhasen Piratenhüte basteln konnten. Im Norden erwartete sie ein Yeti, mit welchem sie eine ausgeklügelte Falle bauten, um den Räuber einzufangen. In der Südsee galt es, einen Hindernisparcours zu bewältigen und im Osten, bei einem Ölscheich, wurde ein zweiter Bart angefertigt, den man dem Ganoven im Austausch für den Wunschelbart anbieten konnte.

Am Ende ging der Plan auf. Der Dieb wurde von den jungen Weltumseglern in die zuvor gebaute Falle gelockt. Dermassen in die Enge getrieben blieb dem Langfinger nichts anderes übrig, als das Tauschgeschäft zu akzeptieren und den Wunschelbart herauszurücken. Der nun wieder komplette Piratenkapitän Lafayette nutzte sogleich seine wiedergewonnenen magischen Fähigkeiten und führte die Kinder zum wohlverdienten Schatz.

Erfolgreicher Werbetag

Rund 50 Kinder waren bei der Erlebnistour mit dabei, 21 von ihnen haben gar zum ersten Mal einen Pfadianlass besucht. Es zeigte sich, dass das Interesse an der Pfadi, trotz elektronischer Konkurrenz, ungebrochen ist. «16 Neuinteressenten hatten wir letztes Jahr am kantonalen Schnuppertag dabei, zwölf sind dann auch weiterhin geblieben» erzählte Tobias Neuhaus v/o Candesco.

Vorbildlich sei auch die Mithilfe der Stadt Grenchen verlaufen. «Die Stadt hat unsere Plakate im Zentrum aufgestellt, und die Polizei an allen Ortsein- und Ausgängen», erklärte Simon Klaus vom kantonalen OK. Auch die Schulen und Geschäfte hätten fleissig mitgemacht und Flyer bereitgestellt. «Man sieht, dass in Grenchen das Interesse von Seiten der Stadt auf jeden Fall da ist», sagte ein zufriedener Klaus.