«Farblich fröhlich und in ihrer Symbolik positiv stehen die fünf Eichen für die Verbundenheit mit den Partnerstädten», erklärte der Neckarsulmer Bürgermeister Klaus Grabbe.

Die fünf Eichenstämme wurden vom deutschen Künstlerduo Joerg Schulze und Elke Weiss mit der Kettensäge bearbeitet und in Lasurtechnik farblich gestaltet. Die Stämme unterscheiden sich in Farbe und Größe und symbolisieren die Neckarsulmer Städtepartnerschaften.

Je nach Dauer der Partnerschaft sind die ein bis zwei Tonnen schweren Holzbalken unterschiedlich lang. Spitzenreiter ist der Stamm für die französische Stadt Carmaux, die seit 1958 Partnerstadt von Neckarsulm ist, gefolgt von Bordighera (Italien, 1963), Grenchen (seit 1988), Zschopau (Sachsen, 1990) und Budakeszi (Ungarn, 1993). «Die Städtepartnerschaften werden so zu einem wichtigen Teil im kulturellen Leben der Stadt», betonen die Künstler.

35-jähriger Austausch zwischen Neckarsulm und Grenchen

Ein freundschaftlicher Austausch zwischen den beiden Städten besteht seit 1980 und ergab sich durch die Niederlassung der Neckarsulmer Firma F. Binder GmbH in Grenchen, der heutigen Binder Electronic Components AG.

1988 wurde ein formeller Partnerschaftsvertrag geschlossen. Neckarsulm liegt bei Heilbronn und verzeichnet rund 25‘000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Seine historische Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg grösstenteils zerstört. Neckarsulm ist bekannt als Stadt des Weins, der vorwiegend am Hausberg, dem „Scheuerberg“ wächst.

Neckarsulm ist vor allem aber auch Industriestadt und hat viele Berührungspunkte mit Grenchen. Legendäre Motorräder und Autos – NSU, Horch, DKW – wurden vor Ort hergestellt.

Heute laufen Audi-Personenwagen über modernste Fertigungsstrassen. Der Besuch des Deutschen Zweirad-Museums und des NSU-Museums ist allen Neckarsulm-Bereisenden ans Herz gelegt.

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