Der Flughafen Grenchen. (Archiv)

Der Flughafen Grenchen. (Archiv)

Mitte September hat der Regierungsrat entschieden, das Projekt für eine Pistenverlängerung um 450 m Richtung Osten nicht weiterzuverfolgen. Er empfahl den Verantwortlichen des Flughafens, das Projekt abzubrechen.

Dieses obrigkeitliche Nein zu einem für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Grenchen als wichtig erachteten Projekt löste in der Uhrenstadt erwartungsgemäss Irritationen und entsprechend geharnischte Reaktionen aus.

Politik und Wirtschaft von Grenchen hatten das Vorhaben unisono unterstützt. Ausserhalb der engeren Region Grenchen erwuchs den Plänen des Flughafens hingegen erbitterter Widerstand, welcher sich im Verein «Osterweiterung Nein» erfolgreich organisierte.

So machten die Naturschutzorganisationen gegen das Pistenprojekt mobil und Anfang September marschierten 400 Demonstranten vor dem Solothurner Rathaus auf, um die Regierung zur Landung zu zwingen.

Nach drei Planungsanläufen – vor sieben Jahren wurde bereits eine Pistenverlängerung nach Osten evaluiert, danach wurde nach Westen geplant und seit Mai 2014 Jahren wiederum Richtung Osten – dürfte das Verlängerungsprojekt nun eine längere Denkpause erfahren.

Die Überlegungen gehen zurzeit dahingehend, die Sicherheit zu verbessern. Obwohl offiziell kein Risiko, hat man dabei die Situation bei der Archstrasse im Visier, welche die Pistenachse unweit des westlichen Endes quert.

Ein Tunnel unter der Piste für die Archstrasse wurde schon einmal geprüft. Die Kosten von 70 Mio. Franken erschienen aber als zu hoch.

Die Radrennbahn feierte in diesem Jahr ihre Feuertaufe: Im Oktober massen sich die besten Radrennfahrer in Grenchen und boten dem zahlreichen Publikum spannende Rennen auf höchstem Niveau. Vier Schweizer Medaillen, ein Schweizer Rekord und ein Weltrekord bewiesen: Die Bahn aus sibirischer Fichte gehört zu den schnellsten der Welt.

Grosses Gedränge vor der Neueröffnung des Restaurants Parktheater: Alle wollten einen Blick erhaschen.

Grosses Gedränge vor der Neueröffnung des Restaurants Parktheater: Alle wollten einen Blick erhaschen.

Lange war das Restaurant Parktheater geschlossen. Die vormaligen Pächter, die Catering-Firma «Cucina Arte» aus Solothurn, hatten es im Sommer 2014 geschlossen und nur noch den Bankettbetrieb eine Zeit lang weitergeführt.

Die Genossenschaft Parktheater fand mit der rodania, Stiftung für Schwerbehinderte, einen neuen Pächter und man schlug zwei Fliegen auf einen Streich: Die Küche im rodania-Hauptgebäude beim Südbahnhof genügte den Anforderungen nicht mehr, die Küche im Parktheater hingegen war perfekt.

Täglich konnten hier alle Mahlzeiten für die Abteilungen und Wohngruppen der rodania zubereitet werden. Ausserdem sollte sie die Gelegenheit für geschützte Arbeitsplätze bieten.

Das Restaurant erhielt ein massives Facelifting, das Interieur wurde zum Teil umgebaut und neu eingerichtet. Der Bankettbetrieb, der auch unter den Vorgängern von Erfolg gekrönt war, sollte weiterlaufen und auch die Bewirtschaftung der Säle und des Theaters musste weitergehen.

Am 19. April wurde das Parktheater mit einem grossen Fest und einem Tag der offenen Tür wiedereröffnet, die junge Geschäftsführerin, Antje Weiss, schmiss den Laden bis Ende August.

Danach übernahmen seit Anfang September Patrick Tobler und Ueli Wüthrich, der schon bei der Neukonzeption des Parktheaters beteiligt war und als Gastroberater für die Rodania Gastro AG tätig ist, die Leitung. Tobler, ein erfolgreicher DJ und in der Musikszene gut vernetzt, will dem Haus neues Leben einhauchen und unter anderem Konzerte organisieren.

Über das Geschäft klagen die beiden Geschäftsführer nicht. Das Restaurant sei gut ausgelastet und zeige beachtliche Frequenzen, obwohl es doch recht «abseits» vom Zentrum liege. Die Kritiker seien verstummt.

Gastronomisch ist man auf gutem Weg, die Karte zeichnet sich aus durch eine saisonale und regional geprägte, frische Küche, und das macht sich bezahlt: Das Parktheater wurde schon nach wenigen Monaten mit dem «Best of Swiss Gastro» in der Sparte «Trend» ausgezeichnet.

Auch Thomas Vogt, Stiftungspräsident der rodania, zeigte sich erfreut über den neuen Wind im altehrwürdigen Haus.

Im Winter läuten die neuen Geschäftsführer die Fonduezeit mit einem eigens dafür eingerichteten Zelt ein, das ganz auf «Alphütte» getrimmt ist. Für nächstes Jahr haben sie sich auch schon einige Highlights ins Programm geschrieben, man darf gespannt sein.