Das freut den Stadtbummler: Das Parktheater scheint endgültig wieder zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Treffpunkt in der Stadt zu reifen. Gespräche mit Exponenten diverser Vereine zeigen ein eindeutiges Bild: Die Zusammenarbeit mit dem Team um Geschäftsführer Argim Asani sei angenehm, von gegenseitigem Respekt geprägt. Nun hat sich auch die Vereinigung «Pro Jazz» dazu entschieden, ihre Veranstaltungen künftig im Foyer oder im Garten des Grenchner «Kulturtempels» durchzuführen. Noch hat man sich nur «verlobt», am 10. März wird eine Art Probelauf durchgeführt. Beide Seiten sind aber zuversichtlich, dass sich daraus eine befruchtende und längerfristige Kooperation ergeben wird. Für die Besucherinnen und Besucher der Matineen wird sich kaum etwas ändern. Die Veranstaltungen sind weiterhin prinzipiell gratis (Kollekte).

Zuerst ist das «Park» aber Schauplatz diverser fasnächtlicher Spektakel, beginnend mit dem Plausch von heute Abend. Besonders gespannt ist der «Bummler» auf die Bekanntgabe des neuen Trägers des «Prix Göschi» anlässlich der Gosche-Nacht vom kommenden Freitag. Der Name wird bekanntlich fast ebenso gut gehütet wie jeweils an der Oscar-Verleihung oder bei der Bekanntgabe des Literatur-Nobelpreisträgers. Durchgesickert ist bloss, dass es sich um eine Person handelt, die schon ungeheuer viel für die Fasnacht und die Allgemeinheit geleistet hat. Einiges ist neu an den kommenden närrischen Tagen, insbesondere die Umzugsroute. Erstmals werden zwei Runden um den Marktplatz gedreht Bettlachstrasse–Centralstrasse– Schild-Rust-Strasse–Kapellstrasse–Bettlachstrasse). Um nicht in die sprichwörtliche Röhre zu gucken, ist man als Besucher also eventuell gut beraten, sich einen neuen Beobachtungsort zu suchen.

Der «Bummler» ist eigentlich ein passionierter Zeitungsleser. Die Seite mit den Todesanzeigen allerdings lässt er aus Gründen, die er lieber nicht genauer hinterfragt, oftmals aus. So ist ihm auch entgangen, dass mit Kurt Forster eine lieb gewonnene Person nicht mehr seine Kreise in der Stadt zieht. Kurt Forster war jahrelang Gemeinderat und Präsident der Baukommission. Obwohl einer ganz anderen politischen Richtung verpflichtet, war er es auch, der den Bummler, ein zuweilen ungestümer Jung-Politiker, mit guten Ratschlägen versorgt und ihm die Türen zur «Commerce-Fraktion» geöffnet hat. Vielen wird Kurt Forster auch als gewiefter Beizer im Fischerhaus oder als innovativer Zubereiter seiner Paella-Kreationen an so manchem kleineren und grösseren Fest in Erinnerung sein. Dazu präsidierte er während Jahren auch den FC Wacker Grenchen. Sein in Zukunft verwaister Platz an den Heimspielen des FCG 15 wird den «Bummler» stets an einen liebenswürdigen Kollegen erinnern.