Von den etablierten Parteien in Grenchen hat am Sonntag die CVP gemessen an der Gesamtzahl der Parteistimmen am meisten Stimmen «verschenkt». Mit 13,6 Prozent oder 758 Stimmen führt die CVP die Panaschierstatistik knapp vor der FDP mit 12,8 Prozent oder 1438 Stimmen an. Nach der SVP (12,6 Prozent) rangiert die SP auf dem letzten Platz und kommt auf 7,1 Prozent.

Gleichzeitig ist es die SP, die mit 2756 am meisten Wählerstimmen von fremden oder neutralen Listen erhalten hat, es sind 2756. Nur knapp dahinter liegt die FDP, die 2689 Stimmen abstauben konnte.

Bürgerliche stärken Scheidegger

Panaschierkönig ist – wie zu erwarten war – der gewählte FDP-Gemeinderat und Stadtpräsidiumsanwärter François Scheidegger. 737 Stimmen bekommt er von anderen Wahlzetteln, davon 261 von solchen ohne Parteibezeichnung. Damit hat er mit 1595 Zählern vor Boris Banga mit 1557 Gesamtstimmen nicht nur das beste Kandidatenresultat erreicht, sondern auch am meisten Fremdstimmen. Boris Banga liegt relativ deutlich dahinter: Er kommt auf 586 Stimmen von anderen Wahlzetteln, davon 257 aus solchen ohne Parteibezeichnung. Für Sachverständige sind diese Ergebnisse ein erstes Indiz dafür, dass Stadtpräsident Boris Banga – entgegen seinen eigenen Beteuerungen – tatsächlich um seinen Platz zittern muss.

Klar am meisten Fremdstimmen erhielt François Scheidegger dabei von der SVP, nämlich 236. Dies vor der CVP mit 110 Stimmen.

Nutzniesser innerhalb Parteilisten

Innerhalb der SP Liste rangiert Boris Banga in der Panaschierstatistik auf Platz 1 mit gesamt 586 Fremdstimmen, vor Urs Wirth (425) und Angela Kummer (404). Bei der FDP folgen auf François Scheidegger (737) Hubert Bläsi (547) und Aldo Bigolin (397). Es fällt auf, dass Vize-Stadtpräsident Bläsi nach wie vor sehr viele Fremdstimmen erhält. Angesichts der Tatsache, dass er einst als Gegenkandidat zu Boris Banga gehandelt wurde, ist auch zu erwähnen, dass Bläsi mehr Stimmen bei der SP abgeholt hat als Scheidegger. Die Wählerinnen und Wähler der Sozialdemokraten schenkten Bläsi ganze 111 Stimmen, Scheidegger kam auf gerade mal 47.

Bei der SVP konnte Ivo von Büren als Erstplatzierter im Gesamtergebnis auch am meisten Fremdstimmen erreichen. Er verweist mit seinen 270 Fremdstimmen Heinz Müller (245) auf Platz 2, den Neueinzüger Richard Aschberger (202) auf Platz 3. Bei der CVP profitiert Andreas Kummer am meisten vom Panaschieren, er holte 339 Fremdstimmen gegenüber Marco Crivelli mit 302 und dem abgewählten Thomas Marti mit 300 Stimmen. Bei der GLP ist Shootingstar Nicole Hirt intern die Panaschierkönigin. Bei der BDP Ortsparteipräsident Roland Hartmann.