Bettlach

Orthopädie-Unternehmen Mathys steigert Umsatz

Die Firma Mathys AG hat ihren Sitz in Bettlach

Die Firma Mathys AG hat ihren Sitz in Bettlach

Das Bettlacher Orthopädie-Unternehmen Mathys verzeichnet im ersten Semester einen Nettoumsatz von 69 Millionen Franken und wächst damit um 1.9 % gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode.

Die Mathys AG Bettlach schliesst das erste Semester 2019 mit einem Netto-Umsatz von 69.0 Mio. Franken ab. Mit diesem Ergebnis wächst das Unternehmen 1.9 % gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode; währungsbereinigt entspricht dies einer Zunahme von 4.2 %. Die Anzahl der Mitarbeitenden ist leicht gesunken (- 2.4 %); weltweit beschäftigt das Unternehmen 540 Personen, davon 270 in Bettlach.

Politische Unsicherheiten machen es der Medizintechnikbranche schwer

«Die Medizintechnikbranche hat seit längerem mit politischen Unsicherheiten zu kämpfen», heisst es im Communiqué von Mathys. Zum einen gehe es um die Verzögerungen beim Rahmenabkommen mit der EU, konkret um die ausstehende Aktualisierung des «Mutual Recognition Agreement» im Medizintechniksektor. «Die Aktualisierung des Vertrages ist für die Medtech-Branche zentral, denn nur so können wir als Schweizer Unternehmen im EU-Binnenmarkt barrierefrei Handel betreiben und den Patienten im EU-Raum Zugang zu Innovationen sichern», wird CEO Benjamin Reinmann zitiert. Für die exportorientierte Medizintechnikbranche, welche 13.5 % zur positiven Handelsbilanz der Schweiz beiträgt, sei der unbürokratische Zugang zu wichtigen Ausfuhrmärkten zentral.

Zum anderen geht es laut dem Unternehmen um die Erfüllung der Anforderungen der Medical Device Regulation (MDR), welche im Mai 2020 in Kraft tritt. Die Branche arbeite mit Hochdruck daran, die Anforderungen fristgerecht zu erfüllen, während erst zwei von 50 Prüfstellen Zertifikate gemäss MDR ausstellen können. «Nur mit einem gültigen Zertifikat dürfen wir ein Produkt verkaufen. Die Flut an zu prüfenden Unterlagen bei den Prüfstellen ist enorm. Wir laufen Gefahr, dass dadurch ein Versorgungsengpass für Patienten generiert wird», erklärt  Benjamin Reinmann. Der Branchenverband hat bereits im April gefordert, dass praktikable Notfallmassnahmen festgelegt werden und die Industrie miteinzubeziehen, damit einem Versorgungsengpass vorgebeugt werden kann.  

Die Geschäftsleitung rechnet im 2. Semester mit einem weiteren Wachstum. (mgt)

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