Nicht nur nächstes Jahr, sondern auch in absehbarer Zeit findet in Grenchen kein Uhrencup mehr statt. Dies gaben die Verantwortlichen der Uhrencup Event GmbH an einer Medienkonferenz im Airport am Mittwochmorgen bekannt.

Verantwortliche des Uhrencup geben das Aus für den Uhrencup bekannt. v.l.: Urs Siegenthaler, Thomas Vogt, Sascha Ruefer und Roger Rossier.

Verantwortliche des Uhrencup geben das Aus für den Uhrencup bekannt. v.l.: Urs Siegenthaler, Thomas Vogt, Sascha Ruefer und Roger Rossier.

Grund: Die Verantwortlichen des FC Grenchen, namentlich Präsident Rolf Bieri und der ehemalige Finanzchef des FC Grenchen und Passivmitglied, Felix Kummer, hätten mit ihrem Verhalten und ihren Äusserungen dem Uhrencup und den Verantwortlichen dermassen geschadet, dass an eine Weiterführung des Turniers nicht mehr zu denken sei.

Anschuldigungen

Kummer hatte, noch während die diesjährige Ausgabe des Uhrencups über die Bühne ging, eine Strafanzeige gegen die Uhrencup Event GmbH eingereicht, in der er den Verantwortlichen unter anderem des Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung beschuldigte. Zwar wurde die Anzeige gleichentags wieder zurückgezogen, aber sie war vorgängig diversen Medien zugespielt worden und wurde dort ausgeschlachtet.

Zudem eröffnete die Staatsanwaltschaft in der Folge eine Voruntersuchung, da es sich bei den Anklagepunkten um Offizialdelikte handelt. Im Verlauf dieser Untersuchung nahmen die Verantwortlichen Uhrencup keine Stellung zum laufenden Verfahren, währenddessen der Präsident des FC Grenchen immer wieder Anschuldigungen in der Öffentlichkeit äusserte.

Uhrencup-Chef Sascha Ruefer im Interview

Uhrencup-Chef Sascha Ruefer im Interview

Sascha Ruefer als Chef und Inhabers der Marke Uhrencup, Roger Rossier als CEO des Uhrencups, Urs Siegenthaler als Verantwortlicher Infrastruktur und Thomas Vogt als ehemaliger Präsident des FC Grenchen, stellten heute den Medien ihre Sicht der Geschehnisse dar und belegten diese mit zahlreichen Dokumenten, welche auch der Staatsanwaltschaft vorgelegen hatten. Diese hat die Untersuchung inzwischen abgeschlossen und festgestellt, dass der Uhrencup & Event GmbH und ihren Verantwortlichen sowie dem ehemaligen Präsidenten Vogt keinerlei Vorwürfe gemacht werden können und alle Anklagepunkte nichtig seien.

Uhrencup schützen

Fazit der Medienkonferenz: Die Uhrencup-Verantwortlichen ziehen sich vollständig zurück, einen Uhrencup in der bisherigen Form werde es nicht mehr geben und der Uhrencup bleibt als Marke im Besitz von Sascha Ruefer. Ein Verkauf der Marke komme vorläufig nicht in Frage, man wolle damit den Uhrencup schützen.

Ruefer meinte aber auch, dass man sich durchaus vorstellen könne, den Uhrencup einem neuen, jungen Team mit guten Ideen quasi als Start-up zu übergeben. Und es sei auch klar, dass man unter Umständen den Fokus etwas öffnen müsste, falls sich zum Beispiel eine Zusammenarbeit mit einem anderen Austragungsort ergebe - Stichwort Biel, wo 2015 die neuen Stades de Bienne eröffnet werden und wo dem Vernehmen nach bereits 2016 ein Fussballturnier mit internationaler Beteiligung geplant ist. Das müsse aber die Stadt Grenchen an die Hand nehmen, die über die Absichten der Uhrencup -Verantwortlichen im Übrigen bereits informiert wurde.

Die Verantwortlichen des Uhrencup prüfen im Gegenzug momentan eine Klage gegen Bieri und Kummer, da ihnen durch deren Verhalten doch massiver persönlicher und finanzieller Schaden entstanden sei.
Für weitere Stellungnahmen wolle man in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen, hiess es.