Grenchen
Ökologischer Schritt beim BGU

Der Busbetrieb Grenchen und Umgebung (BGU) bezieht seit einigen Tagen Ökostrom. Für Geschäftsleiter Hans Rudolf Zumstein ein Schritt hin zur ökologisch verträglichen Energie versorgung.

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Carli Decurtins, Leiter Energie und Vertrieb, übergibt Hans Rudolf Zumstein (l.), Geschäftsleiter BGU, das Ökostrom-Zertifikat. zvg Carli Decurtins, Leiter Energie und Vertrieb, übergibt Hans Rudolf Zumstein (l.), Geschäftsleiter BGU, das Ökostrom-Zertifikat. zvg

Carli Decurtins, Leiter Energie und Vertrieb, übergibt Hans Rudolf Zumstein (l.), Geschäftsleiter BGU, das Ökostrom-Zertifikat. zvg Carli Decurtins, Leiter Energie und Vertrieb, übergibt Hans Rudolf Zumstein (l.), Geschäftsleiter BGU, das Ökostrom-Zertifikat. zvg

Solothurner Zeitung

Die Schonung der Umwelt ist schon lange ein Thema beim BGU. Bereits die Hälfte der Busflotte ist auf umweltfreundlicheres Erdgas umgestellt – weitere werden folgen. Nun macht der BGU noch einen Schritt in Richtung ökologischer Verantwortung: Seit einigen Tagen bezieht der Betrieb Ökostrom von der SWG, also Strom, der nicht in Kernkraftwerken hergestellt wird. BGU-Geschäftsleiter Hans Rudolf Zumstein begründet den Entscheid damit, dass der Busbetrieb als Teil der Energiestadt Grenchen auch eine Vorreiterrolle übernehmen müsse. «Wir sind schon seit Jahren bestrebt, schonungsvoll mit der Umwelt umzugehen. Dieser Entscheid ist also ein logischer Schritt in diese Richtung.»

Bei diesem Entscheid hätten auch die Ereignisse in Japan eine Rolle gespielt. «Eigentlich war bereits geplant, auf Ökostrom umzusteigen», sagt Zumstein, «die Katastrophe in Japan hat nun dazu geführt, dass wir diesen Entscheid vorgezogen haben.»

Steter Tropfen höhlt den Stein...

Zumstein, der auch privat Ökostrom bezieht, weiss, dass für diese Energie ein Aufpreis bezahlt werden muss. «Dieser Aufpreis ist doch eher bescheiden», weiss er, gerade im Hinblick auf die Sorgfalt, die man zur Natur zu tragen habe: «Man kann nicht immer nur schönreden, irgendwann muss jemand vorangehen und handeln. Auch der sprichwörtliche Tropfen auf einen heissen Stein ist wichtig, denn aus einem Tropfen können mehrere werden...», ist Zumstein überzeugt. Der BGU steht mit seinem Entscheid, auf Ökostrom umzusteigen, nicht alleine da. «Die Nachfrage nach Ökostrom hat bei den SWG tatsächlich zugenommen», sagt SWG-Geschäftsleiter Per Just auf Anfrage. Von einer Trendwende könne aber doch noch nicht gesprochen werden: «Wir müssen die weitere Entwicklung abwarten, ehe man gesicherte Aussagen machen kann», erklärt Just. (mgt)