Zusage fehlt
OK will grenchen.bewegt 2014 nicht mehr durchführen

Das Organisationskomitee rund um OK-Präsidentin Susanne Saladin will den Event nicht mehr durchführen. Der Grund: «Keine klare Zusage der Stadtverwaltung für die Austragung 2014.»

Simon Binz
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Susanne Saladin zeigt sich enttäuscht über die Stadtverwaltung.

Susanne Saladin zeigt sich enttäuscht über die Stadtverwaltung.

Simon Binz

Am vergangenen Montag noch wurde mit einer Feier das Gelingen des diesjährigen Bewegungsevents von «schweiz.bewegt» in Grenchen abgeschlossen. Am Donnerstag hiess es dann in einer Mitteilung an Verantwortliche und Mitwirkende des Events: «Das Organisationskomitee grenchen.bewegt der Jahre 2012 und 2013 hat sich entschieden, den Anlass nicht mehr zu organisieren.»

Als Grund nennt das OK, dass es ihnen «trotz grösster Bemühungen nicht gelungen sei, eine klare Zusage seitens der Stadt Grenchen zu erhalten».

Enttäuschte Organisatoren

Auf Anfrage zeigt sich OK-Präsidentin Susanne Saladin von der Stadtverwaltung enttäuscht: «Wir haben sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt und versucht, die Stadt Grenchen im besten Licht zu präsentieren. Oft sind wir uns aber als Einzelkämpfer vorgekommen.» Man habe sich gewünscht, dass sich die Stadt Grenchen klar positioniere und kommuniziere, man stehe zu diesem Anlass. «Im Sinne von: Diesen Anlass stellen wir alle gemeinsam auf die Beine», so Saladin.

Dies sei aber nie passiert und darum habe man sich nach dem Abschlussfest zum Rücktritt entschieden. «Wir stehen jetzt immer noch am gleichen Punkt wie im Juni. Damals haben wir die Stadtverwaltung informiert, dass wir es alsbald wissen müssen und ich habe damit gerechnet, dass wir vor den Sommerferien die Zusage bekommen oder zumindest, dass es heisst, man sei am Abklären, aber es kam nichts.»

Auch Gerd Frera, Kommunikationsverantwortlicher von grenchen.bewegt, zeigt sich enttäuscht: «Ich habe erwartet, dass wir zumindest beim Abschlussfest etwas erfahren, aber von den Verantwortlichen vom Standort-Marketing war nicht einmal jemand vor Ort. Und Stadtpräsident Boris Banga war zwar präsent, er konnte dazu aber nichts sagen. Das hat mich schon etwas schockiert.» Sie hätten Signale versendet und darauf einfach keine Reaktion erhalten. «Das hat sehr weh getan», sagt Saladin und fügt an: «Das Wir-Gefühl hat uns am Schluss gefehlt.»

Stadt zeigt sich «nicht überrascht»

Völlig anders tönt es dagegen aus der Stadtverwaltung. Silvan Granig, Mitarbeiter Standortmarketing, schreibt in einer schriftlichen Stellungnahme: «Die Stadt Grenchen ist dem OK und allen unterstützenden Vereinen und Helfern sehr dankbar für das grosse Engagement.» Die Stadt habe den Anlass in verschiedenster Art und Weise durch die Stadtpolizei, die Baudirektion, das Standortmarketing sowie die Stadtkanzlei unterstützt, «konnte aber leider nicht alle Wünsche des OK stets umgehend umsetzen».

Weiter heisst es, dass man den Rücktritt des OK bedauern würde, der sie indes nicht überrasche, da ihnen vom OK bereits mehrmals signalisiert wurde, dass der Aufwand für den Anlass sehr hoch sei und eine Pause sinnvoll sein könnte. Um entscheiden zu können, ob die Veranstaltung in Grenchen weitergeführt werde, müsse der Anlass nun evaluiert werden, schreibt Granig.