Controllingbericht 2019
Offene Jugendarbeit hat in Grenchen einen hohen Stellenwert

Die ISG Lindenhaus unterbreitete ihren Controllingbericht der Jugendkommission der Stadt bereits Anfang März.

Oliver Menge
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Die Anzahl der regelmässigen Besucher im Lindenhaus ist erneut gestiegen. Maximal waren 60 Personen anwesend, das Minimum lag bei einer Person.

Die Anzahl der regelmässigen Besucher im Lindenhaus ist erneut gestiegen. Maximal waren 60 Personen anwesend, das Minimum lag bei einer Person.

Urs Byland

Ein kurzer und klarer Bericht, wie festgestellt wurde, mit einigen Eckpunkten: Die Anzahl der regelmässigen Besucher im Lindenhaus ist erneut gestiegen. Maximal waren 60 Personen anwesend, das Minimum lag bei einer Person. Aber übers ganze Jahr gesehen sank die Anzahl der Jugendlichen dann doch. Das hat einen Grund: Im vergangenen Jahr setzte man den Fokus bei der offenen Jugendarbeit vermehrt auf Qualität statt Quantität. Dies durch eine Steigerung der Anzahl gezielter Projekte und regelmässiger Angebote. Wöchentlich wurden beispielsweise mindestens drei solche Angebote durchgeführt, der Kreativtreff, der Aktivitätentreff und ein Tanzkurs mit beschränkter Besucherzahl.

Ein weiteres Ziel für das vergangene Jahr, das erreicht wurde, war eine engere Zusammenarbeit mit den Grenchner Schulen. Das Lindenhaus-Team besuchte Klassen im Schulhaus Zentrum und Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Kastels konnten an Stelle des regulären Unterrichts für eine Stunde das Lindenhaus besuchen und einen Eindruck gewinnen.

Projekt der Unicef wird verlängert

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt wurde vertieft: Das Lindenhaus wurde erneut in den Aktionsplan im Projekt der Unicef «Kinderfreundliche Gemeinde» miteinbezogen, wo die offene Jugendarbeit bei der Planung und Umsetzung der Massnahmen primär im Bereich der Partizipation von Kindern und Jugendlichen mithalf. Aktuell befindet sich die Stadt Grenchen mitten in der Zertifizierung.

Im November wurde weiter eine Skulptur eingeweiht zum Thema «30 Jahre Kinderrechtskonvention» und das Lindenhaus macht beim neu aufgegleisten Projekt engange.ch mit, bei dem es um die Förderung der politischen Partizipation in den Gemeinden geht.

Die Vermietung des Lindenhauses an Dritte wurde im vergangenen Jahr etwas reduziert, ist aber weiterhin sehr gefragt. Die damit verbundenen Umtriebe hielten sich laut Bericht im Rahmen.

Beratungsgespräche sind nach wie vor gefragt

Sowohl das Bedürfnis nach Beratungsgesprächen wie nach Bewerbungs- und Aufgabenhilfe haben 2019 stark zugenommen. Viele der Jugendlichen, die das Lindenhaus besuchten, waren im letzten Schuljahr und nutzten die Gelegenheit und das Angebot, ihre Bewerbungen im Lindenhaus mit der entsprechenden Unterstützung des Leitungsteams zu schreiben.

Auch die Interessengemeinschaft Spielplätze, welche die vier städtischen Spielplätze Lingeriz, Schmelzi, Röti und Lerchen betreiben, hat Berichte zuhanden der Jugendkommission eingereicht. Es wurde festgestellt, dass die Spielnachmittage jeweils am Mittwoch für die jeweiligen Quartiere nach wie vor wichtig waren.

Robinsonspielplatz ist auf der Zielgeraden

Der fünfte Spielplatz, der Robinsonspielplatz, wurde Ende Februar 2019 geräumt, weil an dessen Standort eine Überbauung geplant ist – die bis jetzt aber nicht realisiert wurde. Der neue Standort neben der Minigolfanlage, unweit des Lindenhauses, ist definiert, das Baugesuch wurde vor wenigen Tagen diese Woche publiziert. Allerdings wurde festgestellt, dass die Spielplatzgeräte nicht mehr den Anforderungen genügen und man bei der Konzepterarbeitung neue Geräte einkalkuliert werden müssen. Und weiter sucht man auch neue Robileiterinnen, weil die bisherigen Leiterinnen auf Grund der unklaren Situation gekündigt haben.

Als drittes Element der Jugendarbeit geht das Präventions- und Jugendförderungsprojekt Midnight Grenchen bereits ins 10. Jahr. 2019 wurden 30 Veranstaltungen durchgeführt. Die Anzahl der Besucher stieg auch hier leicht an. Das Team wurde auf 15Personen aufgestockt.

Infolge der Coronapandemie soll das Lindenhaus die ersten zwei und die letzte Woche der Sommerferien geöffnet bleiben, weil viele Kinder und Jugendliche unter Umständen nicht in ihre Heimatländer reisen können und die Ferien hier verbringen. (om)

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