Bettlach
Nun müssen neue Sponsoren für einen Sportplatz gefunden werden

Das Projekt für einen Sportplatz des Strassenhockeyklubs soll in Punkto Finanzierung auf neue Beine gestellt werden. Der Gemeinderat stimmte der Bildung einer «Taskforce Finanzen» zu.

Oliver Menge
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Plan der neuen Sportanlage des Strassenhockeyklubs Bettlach.

Plan der neuen Sportanlage des Strassenhockeyklubs Bettlach.

Zur Verfügung gestellt

Das Projekt für die Sportanlage des Strassenhockeyklubs Bettlach ist noch zu teuer. Zu diesem Schluss kam selbst die vorbereitende Arbeitsgruppe unter der Leitung von Gemeinderat Leonz Walker. Man hatte das Detailprojekt bereits Anfang 2010 vorgestellt.

Der Gemeinderat beschloss in der Folge ein Kostendach von 750000 Franken für den Gemeindebeitrag. Auf rund 1,2 Millionen Franken käme der Sportplatz mit Klubhaus, Sportplatz, Beleuchtung, Parkplätzen und der notwendigen Erschliessung aber damals wie jetzt zu stehen, die erneute Überarbeitung brachte keine wesentlichen Einsparungen. Der SHC selber will Eigenleistungen in der Höhe von rund 100000 Franken beisteuern.

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Die vorbereitende Arbeitsgruppe wollte bei der Präsentation des Projekts zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits wollte man das Geschäft bereits an die nächste Gemeindeversammlung im Juni bringen und andererseits erhoffte man sich, Gelder aus dem Lotteriefonds zu erhalten – die Eingabefrist wäre der 30. September 2012. Man rechnete mit einem Beitrag von rund 100000 Franken aus dem kantonalen Topf.

Der Gemeinderat hörte sich die Ausführungen Walkers und des Architekten Tom Rickli vom Langenthaler Büro Ducksch und Anliker geduldig an. Rickli und Walker erläuterten dem Gemeinderat, warum Sportplatz und Klubhaus nicht billiger zu haben sind, verschiedene Gründe seien dafür verantwortlich, allen voran die Vorschriften in Punkto Energieeffizienz und die aufwendige Erschliessung mit Wasser, Kanalisation und Elektrizität.

Man sei sich sehr wohl bewusst, dass der Kostenrahmen, den der Gemeinderat gesetzt habe, überschritten werde. Das nun vorgestellte, überarbeitete Detail-Konzept liegt 250000 Franken über dem bewilligten Kostendach. Walker schlug vor, das Geschäft trotzdem vor die Gemeindeversammlung zu bringen.

Man wolle später zusätzliche Mittel und Sponsoren finden. Der Gemeinderat sollte aber die Kompetenz erhalten, das Projekt trotzdem zurückweisen zu können, sollte man das Geld nicht auftreiben können.

Überparteilicher Antrag

FdP und CVP bezogen in einem überparteilichen Antrag klar Stellung für die Sportanlage, allerdings im vom Gemeinderat beschlossenen Kostenrahmen. Da die nötigen Finanzierungsvorschläge fehlten und das Projekt praktisch unverändert und damit zu teuer sei, wolle man eine spezielle «Taskforce Finanzen» ins Leben rufen.

Zusammen mit zwei Vertretern des gemeinderätlichen Finanzausschusses und dem Finanzchef des SHC soll sie den Auftrag erhalten, in den nächsten Monaten verschiedene Finanzierungsmodelle auszuarbeiten, welche sicherstellten, dass der Investitionsbeitrag der Gemeinde von 750000 Franken eingehalten wird und die übrigen Beiträge privatrechtlich fliessen. Man könne zum Beispiel dem SHC ein Baurecht auf dem Areal erteilen und die Anlage als ein Public-Private-Partnership-Projekt realisieren.

«Taskforce Finanzen» mit 10 zu 1 Stimmen angenommen

Dann könne der Gemeinderat im September zwischen den bis dann erarbeiteten Finanzierungsalternativen und dem bisherigen Projekt entscheiden und seine Wahl vor die Gemeindeversammlung im Dezember bringen.

Gemeindepräsident Hans Kübli erklärte, angesichts der angespannten finanziellen Aussichten sei gut möglich, dass das Projekt in seiner jetzigen Fassung – im Umfang der ganzen 1,2 Mio. Franken – an der Gemeindeversammlung bachab geschickt würde. Man wolle in diesem Sinne mit diesem Antrag eine Hilfestellung leisten und Fachleute mit der Ausarbeitung einer neuen Finanzierung beauftragen. Der Bildung der «Taskforce Finanzen» stimmte der Gemeinderat schliesslich mit 10 zu 1 Stimmen zu.

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