Bettlach
Nun gibts wohl doch eine Solaranlage

Mit 6 gegen 4 Stimmen befürwortet der Gemeinderat ein Projekt auf dem Schulhaus Büelen

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Auf dem Schulhaus Büelen wird es wohl bald eine Solaranlage geben. Mit 6 zu 4 Stimmen befürwortete der Gemeinderat das Projekt. (Archiv)

Auf dem Schulhaus Büelen wird es wohl bald eine Solaranlage geben. Mit 6 zu 4 Stimmen befürwortete der Gemeinderat das Projekt. (Archiv)

Darüber, ob eine Photovoltaikanlage auf den Häusern des Schulhaus Büelen realisiert werden soll, scheiden sich die Geister. Anseiner Sitzung vom letzten Juni fällte der Bettlacher Gemeinderat den Grundsatzentscheid das Projekt auf dem Dach des Hauses A des Schulhauses weiterzuverfolgen und beauftragte das Ingenieursbüro Wulf Seele mit der statischen Beurteilung des Süddaches.

Bauverwalter Titus Moser erläuterte kurz und knapp, dass aufgrund der Ergebnisse keine technischen Probleme vorliegen und daher einer Errichtung theoretisch nichts im Weg stehen würde. Verbunden wäre die Realisierung des Projekts auf Haus A mit Investitionskosten von 77›105 Franken. Die Amortisationsdauer wiederum wurde auf 17 Jahre festgelegt.

Zu lange, wie der Finanzausschuss in einem Bericht festhält und das Geschäft dem Gemeinderat zur Ablehnung empfiehlt. SVP-Gemeinderat Patrik Gfeller pflichtete im Sinne der Wirtschaftlichkeit bei: «Ein normaler Betrieb würde bei solchen Zahlen das Projekt nie umsetzen.»

Denn bis die Anlage schliesslich rentiere, dauere es nochmals so lange. Ausserdem müsse aufgrund der Sanierung des Schulhauses «Ischlag» bereits an wichtigeren Stellen wie zum Beispiel beim Strassenbau gespart werden. «Wir haben im Moment schlicht nicht die finanzielle Grundlage für solche Spässe», so Gfeller weiter.

Vorbildfunktion der Gemeinde

SP-Mann Mathias Stricker entgegnete, dass es nie den einen, richtigen Zeitpunkt gebe. «Wir haben hier aber die Chance eine Investition für die Zukunft zu tätigen», sagte Stricker. Ins gleiche Horn stösst auch der Freisinnige Andreas Baumgartner, indem er betont, dass die Gemeinde mit der Umsetzung des Projektes eine Vorbildfunktion erfüllen könne.

Eine Aussage, die wiederum die CVP irritierte, denn vorbildlich müsse man vor allem auch mit der Kasse wirtschaften, was bei zusätzlichen Ausgaben nicht der Fall wäre. SVP-Gemeinderat Leonz Walker warf der SP billige Stimmungsmache vor, da Solaranlagen einerseits «gerade der Renner» seien und weil bald Wahlen anstünden.

Denn bevor ein solches Projekt lanciert wird, solle zuerst das Gebäude saniert werden, da dieses schlecht isoliert und daher eine Energieschleuder sei. Die SVP reichte den Antrag ein, das Geschäft gänzlich abzuweisen. Demgegenüber stellten die Sozialdemokraten einen Antrag auf eine Weiterverfolgung des Projekts auf dem Dach des Hauses A.

Der Gemeinderat stellte sich mit 6 zu 4 Stimmen hinter den SP-Antrag. Somit wird die Bau- und Infrastrukturkommission (BIK) beauftragt eine Submission im Einladungsverfahren durchzuführen, sofern auch die Gemeindeversammlung im Dezember dem Kredit zustimmt.

Der Gemeinderat beschloss ausserdem

- einen Nachtragskredit von 52 000 Franken zur Sanierung der Liegenschaft Unterführungsstrasse 16

- Ein Postulat von Samuel Briggen zur Gebührenreduktion des Abwassers mit 9 zu 1 Stimme für nicht erheblich zu erklären.

- Der Rechenschaftsbericht der Schulen Bettlach für das Schuljahr 2015/16 wurde einstimmig angenommen, ebenso die Pensenanträge für das Schuljahr 2017/18 sowie die Planung der Schuljahre 2018/19 und 2019/20.

- Die Anpassung des Reglements der Musikschule vom 8. Dezember 2009 per 1. August 2017 wurde einstimmig bei zwei Enthaltungen angenommen.

Kehricht: alle müssen zahlen

Zwei Einsprachen zu den Kehrichtgrundgebühren (KGG) sind beim Gemeinderat eingegangen. Die beiden Einzelfirmen Walker Marketing und IPS-Consulting Portmann beantragten unabhängig voneinander die Stornierungen ihrer KGG-Rechnungen.

In beiden Fällen lehnte der Gemeinderat das Begehren einstimmig ab - einmal bei einer Enthaltung. Bezahlen muss jede Firma, die im Handelsregister eingetragen ist, selbst wenn der Firmensitz deckungsgleich mit dem Wohnsitz des Inhabers ist. Ausser es könne glaubhaft bescheinigt werden, dass die Kehrichtabfuhr der Gemeinde nicht belastet wird.