Grenchen

Nicht nur die Tankstelle ist auf Kurs

Die neue Landi-Tankstelle mit Shop in Grenchen eröffnet in drei Wochen.  Felix Gerber

Die neue Landi-Tankstelle mit Shop in Grenchen eröffnet in drei Wochen. Felix Gerber

An Generalversammlung der Landi Reso interessierte vor allem der Neubau an der Neckarsulmstrasse. Die Versammlungsteilnehmer stellten sich mit grossem Applaus hinter die Macher.

Die Schritte für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft interessierten das Publikum an der Generalversammlung der Landi Region Solothurn (Reso) ganz offensichtlich. Informationen über die Eröffnung der neuen Verkaufsstelle am kommenden 7. April nahmen breiten Raum ein.

Seit Freitag sind die Mitarbeiter der Landi Grenchen in besonderem Masse gefordert: Die angelieferte Ware, die tonnenweise auf Paletten bereitsteht, wird in den neuen Verkaufsräumen eingeordnet. Gleichzeitig muss das bestehende Geschäft am alten Standort noch weiterlaufen. «Für uns es ein grosser Meilenstein», betonte der Geschäftsführer Alfred Laffer an der 99. Generalversammlung, die dieses Mal in Bellach stattfand.

Er sieht in Grenchen und Umgebung ein grosses ungenutztes Marktpotenzial. Die Kundenstatistik stützt Laffers Optimismus: Seit 2007 hat sich die Frequenz stetig auf insgesamt mehr als 11 Prozent gesteigert.

Der neue Auftritt umfasst die Abteilungen Getränke, Regio-Markt, Agrofood, Haushalt und Bekleidung, Landwirtschaft, Tierfutter und den Gartenbereich. Der angegliederte Agrola Top-Shop mit Zapfsäulen wird täglich von 6Uhr morgens bis 22 Uhr geöffnet sein.

Der Neubau in Grenchen wurde im Vorfeld aber auch kritisiert. Leserbriefschreiber warfen der Landi Verschleiss von Kulturland vor. Alfred Laffer wehrte sich gegen diese Vorwürfe. «Die alten unzweckmässigen Strukturen führten zum Neubau», erklärte er und gab zu bedenken, dass die Landi durchaus Sorge zum Land trage und das eingezonte Grundstück mit bestem Wissen und Gewissen bebaut wurde.

Die Entstehung des neuen Markts in Grenchen stelle einen wichtigen Schritt für die Zukunftsgestaltung der Landi Reso dar, beteuern die Verantwortlichen. «An prominenter Lage entsteht eine Oase von regionaler Bedeutung», beschreibt der Jahresbericht den künftigen Treffpunkt. Es werden neue Arbeitsplätze geschaffen und die Belieferung der Landwirte vom Landwirtschaftslager wird gewährleistet bleiben. Die Versammlungsteilnehmer stellten sich mit grossem Applaus hinter die Macher und schätzen das Engagement für die Weiterentwicklung des bäuerlichen Unternehmens.

Ausgeglichene Rechnung

Die Genossenschaft Landi Reso entstand 2007 durch den Zusammenschluss der Landi Grenchen, Staad und Solothurn. In der Kantonshauptstadt und in Grenchen bestehen Verkaufsläden, in Bellach gehört die Bäckerei Regio-Beck dazu, und in Solothurn wird eine Handelsmühle betrieben. Agrola steht für den Vertrieb von Brenn- und Treibstoffen.

Die statutarischen Geschäfte gingen rasch über die Bühne. Mit einem Cashflow von rund 1,1Mio. Franken schaffte die Genossenschaft eine Ziellandung und hat die Budgetvorlagen erfüllt. Dem Ertrag von gut 18,8 Mio. Franken steht ein Aufwand von über 17,7 Mio. Franken gegenüber. Nach Abschreibungen und einer Rücklage für das Projekt Grenchen konnte ein Jahresgewinn von 200692 Franken erzielt werden. Dieser wird auf die neue Rechnung vorgetragen.

Die Bilanzsumme hat sich auf fast 14 Mio. erhöht, und das Eigenkapital hat mit dem ausgewiesenen Reingewinn auf genau 2777817 Franken zugenommen. Die Jahresrechnung wurde ohne Gegenstimmen genehmigt, die Verwaltungsorgane entlastet und die Kontrollstelle, die BDO Visura, wurde wiedergewählt.

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