Er sei überrascht gewesen, wie rigoros die Kontrollen der Lebensmittelkontrolle in Grenchen gewesen seien, hatte Tobias Schuster, der für den Anlass in Grenchen verantwortlich zeichnete, gegenüber dem Grenchner Tagblatt am Wochenende gesagt. Besonderes Augenmerk habe den Hygienevorschriften gegolten, die Standbetreiber hätten Checklisten erhalten, man habe alles mehrmals überprüft. Die offiziellen Beamten des Kantons hätten nicht das Geringste zu bemängeln gehabt.

Dem widerspricht Andrea Affolter, Medienbeauftragte des Regierungsrats, in einem Mail an die Redaktion vehement, mit der Bitte, den Sachverhalt richtigzustellen. «Diese Aussage (dass die ‹offiziellen Beamten des Kantons› am World Food Festival in Grenchen in Sachen Hygienevorschriften ‹nicht das Geringste zu bemängeln hatten›) ist nicht korrekt.» Bei 2 von 14 überprüften Anbietern hätten die Lebensmittelkontrolleure schwerwiegende Mängel angetroffen. «Ebenso mussten während des Festivals beim Organisator vereinzelte Mängel bei der Infrastruktur beanstandet werden», heisst es weiter. Gegen die beiden betroffenen Anbieter werde Strafanzeige eingereicht. Im Übrigen hätten die Beamten lediglich kleinere Mängel beanstandet, die oft gleich vor Ort behoben werden konnten.

Kantonschemiker Martin Kohler sagt dazu: «Unsere Leute von der Lebensmittelkontrolle haben unter anderem festgestellt, dass jegliche Kühlmöglichkeiten fehlten, was eine adäquate und gesetzeskonforme Lagerung von Fleisch und Fleischerzeugnissen unmöglich machte. Gegen zwei Anbieter wurde Strafanzeige eingereicht.» (om)