Im September hat die Stadt das Parktheater von der gleichnamigen Genossenschaft übernommen. Damit ging eine jahrzehntelange Ära zu Ende, welche am Schluss zunehmend zur Leidensgeschichte wurde. Die Genossenschaft wurde aufgelöst. Sie wurde 1955 gegründet, um in Grenchen auf gemeinnütziger Basis einen Konzert- und Theatersaal zu betreiben. Das Ende der 1950er-Jahre fertiggestellte und inzwischen denkmalgeschützte Gebäude war vor allen in den ersten Jahrzehnten eine unentbehrliche Basis für das kulturelle Leben in Grenchen. Später wurde auch noch ein Restaurant angebaut.

Gerade dieses wurde in den letzten Jahren zunehmend ein Sorgenkind. Der komplexe Betrieb mit kombiniertem Service-public-Auftrag brachte die Pächter zusehends an ihre Grenzen, und die Genossenschaft war auch nicht in der Lage, die in die Jahre gekommene Liegenschaft zu unterhalten.

Schon 2009 hatte die Stadt über

1,8 Mio. Fr. in den Umbau der Bühne investiert, ohne dass ihr das Gebäude gehörte. Auch für den jüngsten Umbau des Restaurants leistete sie wieder Beiträge, nur um festzustellen, dass jetzt umfangreiche Investitionen in die Küche, in die Heizung und für die Sanierung der Gebäudehülle anstehen.

Am Ende ging das Gebäude in die Hände der Stadt über, ohne dass überhaupt Geld floss. Zurzeit wird ein neuer Leistungsauftrag mit der Rodania Gastro AG für den Betrieb erarbeitet, und im Lauf des Jahres übernahm Anita Basler, ehemalige Wirtin des «Roten Turms» Solothurn, den Gastrobereich.

Der Theater-Tourneebetrieb unter bewährter Leitung von Corinne Maier ging in die Verantwortung des Vereins «friss!Kultur» über.