Das Coop-City-Hochhaus, heute unter dem Namen «Centro» vermarktet, wird in einem Jahr anders aussehen als heute. Das 13-stöckige Gebäude, das 1974 gebaut wurde, ist so etwas wie ein Wahrzeichen von Grenchen geworden. Nun erhält es ein energietechnisches Facelifting.

«Die Fassade hat nach 40 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht», erklärt Michael Geissbühler von Coop Immobilien in Bern, der Besitzerin des Gebäudes. Geplant ist eine umfassende energietechnische Sanierung der Fassade und der Fenster. Zwar wurde der untere Bereich des Gebäudes («Betonsockel») vor einigen Jahren farblich neu gestaltet, der obere Hochhausbereich mit neun weiteren Geschossen verbreitet mit seiner verwitterten dunklen Metallfassade noch deutlich den «Groove» der 1970er-Jahre. Hier wird sich gemäss Geissbühler denn auch optisch einiges ändern. «Das Gebäude erhält eine hellere Fassade», bestätigt Geissbühler. Vorgesehen sind gemäss Baugesuch vorgehängte hinterlüftete Fassadenplatten aus Metall und Glas. Die Strukturierung der Fassade wird gemäss Geissbühler erhalten, doch werde der heute helle Bereich («Betonrahmen») dunkel gestaltet und die Fassade mit den Fenstern hell.

468 Fenster ersetzen

Im Sockelbereich wird sich farblich nichts ändern. Die Fassade wird zwar ebenfalls isoliert, doch das Erscheinungsbild in Rot beibehalten. Bei der Gebäudehülle werde man Minergie-Standard anstreben, so Geissbühler weiter. Auch werde man voraussichtlich Teile der Haustechnik ersetzen.

Ersetzt werden auch die Fenster – und das sind eine ganze Menge. «Also, wie viele es sind, kann ich jetzt nicht genau sagen – aber man kann das ja relativ einfach nachzählen», meint Geissbühler und lacht.

Gesagt, getan. Der Hochhausbereich hat neun Etagen. Pro Stockwerk zählt man auf einer Seite 26 Fenster, die meisten auf der Breitseite. Gibt summa summarum 468 Fenster für den oberen Teil des Gebäudes. Die Storen würden übrigens nicht ersetzt, dies sei vor drei Jahren bereits geschehen erklärt Geissbühler. Auf das Patchwork der dunklen Storen auf der hellen Fassade darf man somit gespannt sein.

Vollständig eingerüstet

So oder so wird die Renovation eine schöne Stange Geld kosten. Wie viel genau, kann man bei Coop noch nicht sagen. Auch sei das genaue Bauprogramm noch nicht festgelegt. Die Einsprachefrist dauert noch bis zum 2. Oktober. Ziel sei es allerdings, noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten starten zu können, sodass die Renovation etwa ein Jahr später abgeschlossen ist.

Das Hochhaus soll zu diesem Zweck vollständig eingerüstet werden. Die Mieter würden durch die Arbeiten vergleichsweise wenig tangiert, versichert Geissbühler. Am stärksten dann, wenn (von innen her) die Fenster ersetzt werden. In der Nutzung der 13 Stockwerke soll sich nichts ändern. Im Sockelgeschoss sind Geschäfte und ein Fitnesscenter, im Hochhaus sind Praxen und Büros und in den obersten beiden Stockwerken Wohnungen untergebracht.