Kinderspielgruppe
Neues Angebot zur Kinderbetreuung

Im Ebosa-Gebäude wurde die Halbtags-Spielgruppe MoMo eröffnet. Hell, bunt und kinderfreundlich präsentiert sich der extra eingerichtete Raum.

lea Reimann
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Solothurner Zeitung

Im Oktober eröffnete Petra Dellsperger die Halbtags-Spielgruppe MoMo im Ebosa-Gebäude an der Kapellstrasse. Hell, bunt und kinderfreundlich präsentiert sich der extra eingerichtete Raum. Mal- und Bastelmaterialien, zahlreiche Spielsachen aller Art aber auch Rückzugsmöglichkeiten aus Matratzen und Kissen laden Kinder ab zwei Jahren zum Verweilen und Spielen ein.

Mit der Eröffnung der Kinderspielgruppe erfüllte sich die Besitzerin und Leiterin Petra Dellsperger einen lange gehegten Wunsch. Zehn Jahre Erfahrung bringt die gelernte Kleinkinderzieherin aus der städtischen Kindertagesstätte Märlihus mit, wo sie auch als Lehrmeisterin tätig war. Nachdem ihre dortige Stelle gestrichen wurde, habe sie nach einer Alternative gesucht und diese bald gefunden. Ein besonderer Vorteil sei natürlich, dass ihre dreijährige Tochter Nevia hier immer mit dabei sein könne.

Auch die Lage der Spielgruppe sei ideal, denn in der Nähe befinde sich nicht nur das Stadtzentrum, sondern auch der Robinson-Spielplatz. Umbau- und Einrichtungsarbeiten im Spielgruppen-Raum hat Petra Dellsperger mit ihrem Mann und einigen Kolleginnen selbst vorgenommen. Der neue, eigenhändig verlegte Boden und die liebevoll dekorierten Wände beweisen, dass auch ein Raum in einem Industriegebäude sehr heimelig sein kann.

Freies Spiel steht im Zentrum

An ein fixes Programm ist die Spielgruppe nicht gebunden. «Die Kinder sollen selbst Erfahrungen sammeln können. Ich gebe Unterstützung, wenn sie Hilfe brauchen», erklärt die Grenchnerin. «Hilf mir, es selbst zu tun», dieser Leitspruch der Pädagogin Maria Montessori sei deshalb das Motto der Spielgruppe. Zwar gebe es auch Begrüssungs- und Znüni-Rituale, das Freispiel stehe aber im Zentrum. In diesem Alter sei es wichtig, dass die Kinder auch selbst wählen können, was sie tun wollen. Verschiedenste Materialien und Spielsachen stehen zur Verfügung.

Für jeweils viereinhalb Stunden ist die Kinderspielgruppe an drei Halbtagen pro Woche geöffnet. «Dank diesen langen Öffnungszeiten kann eine Alternative zur Kita geboten werden», erklärt Petra Dellsperger. So haben Eltern die Möglichkeit, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Normale Spielgruppen seien nämlich in der Regel höchstens zweieinhalb Stunden geöffnet. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Kinder bereits im Alter von zwei Jahren aufgenommen werden. Getragen wird die Spielgruppe vom gleichnamigen, extra gegründeten Verein.

Der grosse Ansturm sei vorerst noch ausgeblieben, erklärt Petra Dellsperger. Dies hänge wohl vor allem damit zusammen, dass die Spielgruppe im Oktober und damit mitten im Schuljahr eröffnete. Während in der Anfangsphase nur drei Kinder regelmässig die Spielgruppe besuchten, geht es ab Januar aber richtig los. Acht Kinder sind bereits angemeldet: Die noch leeren Haken an der Garderobe werden bald ihre stolzen Besitzerinnen und Besitzer erhalten. Da die Besuchstage frei wählbar sind und die meisten Kinder nicht drei Mal pro Woche kommen, gibt es noch immer freie Plätze.

Die Spielgruppe ist jeweils am Montag- und Mittwochmorgen von 7.45 bis 12.15 Uhr sowie am Freitagnachmittag von 13.15 bis 17.45 geöffnet.

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