Nein, man wird auch in naher Zukunft nicht in Grenchen Süd einsteigen und in Paris aussteigen können. Auch wenn das, angesichts der Verbundenheit Grenchens mit Frankreich - die Partnerstadt Sélestat liegt im Herzen des Elsass - wünschenswert wäre.

Der «Besuch» des ultramodernen Transportmittels hatte einen anderen Grund: Die Société nationale des chemins de fer français (SNCF) testet momentan in der Schweiz einen neuen Doppelstock-Hochgeschwindigkeits-Zug. Es handelt sich dabei um ein Modell, das in absehbarer Zeit in ganz Europa unterwegs sein wird - die schon bestehenden Doppelstock-TGV dürfen Frankreich nicht verlassen.

Mit 320 km/h auf den Schienen unterwegs

In den letzten Tagen war dieser neue TGV zwischen Grenchen und Solothurn unterwegs. Das Spezielle: Die Stromabnehmer verändern je nach Geschwindigkeit den Auflagedruck auf die Überleitungen. Fährt der Zug schneller, erhöht sich auch der Druck.

Der TGV erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 320 Stundenkilometern, in der Schweiz wird er allerdings «nur» mit 200 Stundenkilometern fahren dürfen, und das auch nur auf ausgewählten Strecken, wie zum Beispiel zwischen Olten und Bern. Schon heute ist der neue TGV auf Testfahrt im Wallis unterwegs. (om)