Die Tennishalle Grenchen hat die Spielflächen erneuert, was brutto gut 180'000 Fr. gekostet hat. Um Beiträge des Kantons (Sport-Toto-Fonds) für diese Investition zu erhalten, wurde der Generalversammlung eine Zweckänderung der Gesellschaft beantragt. «Die Tennishalle Grenchen AG ist eine Aktiengesellschaft mit gemeinnützigem und kulturellem Charakter. ... Erwirtschaftet sie einen Gewinn, so steht dieser dem Betrieb der Gesellschaft zu. Es werden keine Dividenden oder Tantiemen ausgeschüttet.»

Diesen Antrag haben die Aktionäre an der vergangenen GV aber abgelehnt, beziehungsweise, so erläutert Daniel Siegenthaler, Vizepräsident der Tennishalle Grenchen AG, hätten die grossen Aktionäre schon im Vorfeld signalisiert, dass sie einer Zweckänderung nicht zustimmen würden. Und so kam der Antrag des Vorstands gar nicht zur Abstimmung. Welche Aktionäre dies waren, will Siegenthaler nicht sagen. Auch bisher seien aber keine Dividenden ausgeschüttet worden, sodass Renditeüberlegungen wohl nicht im Vordergrund standen. Offenbar geht es den Aktionären ums Prinzip. «Wir werden selbstverständlich danach handeln», sagt Siegenthaler.

Geschäftsjahr mit Gewinn

Als nächste Investition steht eine Erneuerung der Beleuchtung an, die aber noch nicht beschlossen sei. Auch ohne Beiträge des Kantons sei die Tennishalle Grenchen solid finanziert und gut geführt, betont der Vizepräsident. 2015 wurde ein Bilanzgewinn von 28'000 Fr. erzielt, der auf neue Rechnung vorgetragen wurde.

Auslöser der jüngsten Investition war ein Wasserschaden am vergangenen
13. Mai. Damals hat sich der Vorstand entschieden, gleich den ganzen Hallenboden auszutauschen, denn der alte Bodenbelag war über 13 Jahre alt und sei bereits mehrfach geflickt worden.

Der Ersatz des Bodens kostete 182'000 Fr., wovon die Gebäudeversicherung 100'000 Fr. übernimmt. Er ist aus einem groben Polyamid-Garn gefertigt. In einer zehntägigen Aktion wurden 3800 Quadratmeter neu verlegt. Die Reaktionen der Spieler seien positiv, heisst es seitens der Tennishallen-Verantwortlichen.

Die Firma Schöpp-Sportboden GmbH im zürcherischen Rüti hat den neuen Boden in Grenchen geliefert. «Wichtig neben Laufkomfort und Gelenkschonung», so Micaela Fischer, «ist, dass ein Tennisboden den Ball stärker abbremst und höher springen lässt.» Der neue Bodenbelag ist zwar in der Anschaffung teurer als der ursprüngliche Nadelfilzbelag. Seine Lebenszeit sei dafür um einiges länger.

Auf die Platztarife habe der Bodenbelagersatz keinen Einfluss, heisst es bei der Tennishalle.