Die Unruhe um die Grenchner Traditions-Uhrenfirma Eterna war gross: Nach dem Rücktritt des CEO, Robert Dreyfuss, war Eterna führungslos, gleichzeitig türmten sich Betreibungen in der Höhe von über 700'000 Franken auf. Fragen nach der Zukunft der 2011 von der chinesischen Citychamp Group übernommenen Uhrenfirma und der Arbeitsplätze blieben unbeantwortet.

Jetzt gibt der neue CEO ad interim, Davide Traxler, Entwarnung. Er ist gleichzeitig Chef der Uhrenfirma Corum in La Chaux-de-Fonds, die ebenfalls zur Citychamp Group gehört.

«Spätestens in zwei Monaten sind alle Rechnungen bezahlt», erklärte er laut Medienberichten am Eterna-Stand an der Baselworld. Insgesamt hätte Eterna vier Millionen Franken an offenen Rechnungen gehabt. Die Zahlungen würden alle getätigt, eine Million im letzten Monat, zwei Millionen im März und eine Million bis spätestens Ende April. Eterna sei angeschlagen gewesen und deshalb hätten die chinesischen Besitzer im vergangenen Herbst die Notbremse gezogen und alle Zahlungen gestoppt. Wie berichtet, wies Eterna 2015 bei einem Umsatz von umgerechnet 21 Millionen einen Verlust von 8 Millionen Franken aus.

Künftig sollen Corum und Eterna enger zusammenarbeiten, insbesondere in der Distribution. Zudem wollen die Grenchner ihre Uhren künftig auch über den Onlinehändler Amazon verkaufen. Was die Zusammenarbeit für die Eterna-Angestellten bedeutet, ist offen. Traxler sagte aber in Basel: «Eterna bleibt in Grenchen.» Bei Eterna arbeiten 23 Angestellte und bei der Uhrwerkherstellerin Eterna Movement Company 33 Beschäftigte. (fs)