Die Neueröffnung im 2009 verlieh dem Kultur-Historischen Museum Grenchen Flügel. Die Bilanz 2010 bestätigt das: 2390 Besucher wurden gezählt, laut Stiftungsratspräsident Alfred Fasnacht rund doppelt so viele wie früher im alten Museum. «Wir haben ein neues Konzept und professionelle Mitarbeiter. Ausserdem gehen wir heute aktiver auf die Leute zu», erklärt er Gründe für die erfolgreiche Zunahme. Mit den fast 2400 Besuchern konnte das Museum an den Erfolg aus dem Neueröffnungsjahr anschliessen.

Besonders erfreulich sei, hält Stiftungsratspräsident Fasnacht fest, dass vermehrt Familien mit ihren Kindern ins Museum kommen. Rund 20 Prozent der Besuchenden, nämlich 483 Besucher, waren Kinder. «Wir unternahmen im letzten Jahr grosse Anstrengungen, das Angebot für Kinder und Jugendliche weiter auszubauen. Unser Museum soll ein Ausflugsziel für Familien sein.» Dieser Ausbau ist nicht abgeschlossen, sondern wird in den nächsten vier Jahren weitergeführt. Ziel sei es, dass jeder dritte Besucher ein Kind oder Jugendlicher ist. Vor der Neueröffnung kamen jährlich nur zwischen 100 und 200 Kinder ins Museum.

2011 verspricht so einiges

«Unsere grosse Ausstellung ab dem 18. März nimmt sich des Flughafens an. Dazu bauen wir den Themenbereich Verkehr um», erklärt Alfred Fasnacht. Eine Arbeitsgruppe ist zurzeit daran, die Ausstellung vorzubereiten. Diese wird mit einer szenischen Führung und durch Aktivitäten auf dem Flughafen ergänzt. «Dazu planen wir ein Angebot, das speziell auf Schulen zugeschnitten ist.»

Weiter plant das Museum im Herbst eine Ausstellung mit Ansichtskarten aus der bekannten Sammlung von Hans Kohler, der im Oktober 90 Jahre alt wird. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern soll eine Gegenüberstellung von einstigen Ansichten der Stadt mit der heutigen Situation realisiert werden. Die Dokumentation wird die Veränderung im Stadtbild aufzeigen. Und auch über die Entwicklung des Postplatzes ist Spannendes geplant. «Wir suchen Fotos, Bilder und Informationen zum Postplatz», ruft Fasnacht auf. «Wir wollen mit den Bildern den Besuchern und Besucherinnen unseres Museums eine Zeitreise auf dem Postplatz ermöglichen.» (MGT/FUP)

Weitere Infos: www.museumgrenchen.ch