Eichholz

Neue Spielfelder für die Grenchner Hockey-Spieler rücken in Reichweite

Stefan Kunz mit den Plänen zur neuen Anlage auf dem alten Spielfeld Eichholz.

Stefan Kunz mit den Plänen zur neuen Anlage auf dem alten Spielfeld Eichholz.

Der Strassenhockey-Klub Grenchen-Limpach und der Inline-Hockey-Klub Grenchen können in Kürze mit dem Bau ihrer neuen Spielfelder beim Eichholzschulhaus beginnen – die entsprechende Baubewilligung wurde erteilt.

Der Strassenhockeyclub Grenchen-Limpach spielt in der höchsten Schweizer Liga und liegt dort aktuell auf dem 4. Tabellenplatz. Die Heimspiele werden auf dem Spielfeld nördlich der Turnhalle des Eichholz-Schulhauses ausgetragen – noch. Denn schon bald ist damit für eine Zeit lang Schluss: Der SHC und mit ihm zusammen der Inline Hockey Club Grenchen kriegen nämlich neue Spielfelder. «Unser altes Spielfeld hat die Masse von 40×20 Meter», erklärt Stefan Kunz, Präsident des SHC Grenchen-Limpach. «International wird aber auf Feldern der Grösse 48×24 Meter gespielt. Und da der Verband beschloss, das Schweizer Regelwerk entsprechend anzupassen, um auch international erfolgreich zu sein, müssen wir ein grösseres Spielfeld haben, um den Anforderungen der Nationalliga A zu genügen. Ansonsten würde der SHC Grenchen-Limpach zwangsrelegiert, müsste also in eine tiefere Liga absteigen.»

Dass man ein grösseres Spielfeld braucht, weiss man schon länger. Die Planung für eine neue Anlage wurde schon vor rund fünf Jahren an die Hand genommen, gemeinsam mit der Stadt. «Es galt, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen, und das war nicht immer einfach», sagt Kunz. Die Zusammenarbeit mit den Behörden der Stadt habe ausgezeichnet geklappt und insbesondere Jürg Vifian, stellvertretender Stadtbaumeister, sei sehr hilfsbereit gewesen und habe die Sache vorangetrieben.

Nun liegt die Baubewilligung vor und die Finanzierung ist gesichert: Die Stadt bezahlt 180 000 Franken an die neue Anlage – sie hatte ihren Beitrag letztes Jahr von 100 000 auf 180 000 erhöht – der Kanton steuert aus dem Lotteriefonds einen Beitrag von maximal 76 000 Franken bei – das sind 20% der beitragsberechtigten Kosten. Der Rest der insgesamt 415 000 Franken kommt von den beiden Klubs – 130 000 Franken vom SHC Grenchen-Limpach und 40 000 Franken von den Inlinern. Mathias Marti, Präsident des Inline Hockey Clubs Grenchen: «Rund einen Drittel unseres Beitrags konnten wir mit Quadratmeterverkauf der Spielfläche erwirtschaften. Ein Drittel finanzieren wir mit Erspartem und der Rest wird durch langjährige Sponsoren finanziert. Rund 10 000 Franken werden wir durch Eigenleistungen beisteuern.»

Der SHC Grenchen-Limpach setzt weniger auf Eigenleistungen, und das hat seinen Grund, wie Kunz erklärt: «Wir wollen die Bauphase der Schule zuliebe so kurz wie möglich halten. Und Eigenleistungen verlängern in der Regel die Dauer der Bauerei.» Hier setzte man umso mehr auf Sponsorengelder.

Mit dem Bau beginnen will man Mitte Mai, Ende Juli spätestens will man die neuen Anlagen in Betrieb nehmen.

Künftig zwei statt eins

Bisher haben sich die Spieler des Strassenhockeyklubs das Feld mit den Inlinern geteilt. Das wird in Zukunft nicht mehr nötig sein, wegen der unterschiedlichen Spielfeld-Grössen. Kunz: «Beim Strassenhockey wird die Anzahl Spieler gemäss internationalem Standard von 4 auf 5 erhöht. Das bedingt ein grösseres Feld, das aber zu gross ist für Inline-Hockey. Die beiden Verbände konnten sich hinsichtlich der Spielfeldgrösse nicht einigen.» Folglich werden zwei neue Felder gebaut, eines 48×24 Meter und ein zweites 40×20 Meter. Dieses kleinere Feld wird von den Junioren des Strassenhockeyklubs und von den Inline Hockey Spielern benutzt. Das alte Spielfeld weist zwar ebendiese Grösse auf, muss aber ersetzt werden, da es in die Jahre gekommen ist. Auch die Banden sind in einem schlechten Zustand und müssen ersetzt werden.

Zusätzlich will man einen neuen Container für die Buvette und für das Spielmaterial erstellen. «Wir stiessen an Kapazitätsgrenzen», erklärt Kunz. Denn früher habe man Material im Schulhaus deponieren können, aber dort benötige die Schule selber mehr Platz.

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