Jugendarbeit
Neue Leitung fürs Lindenhaus gesucht

Nach gut zwei Jahren hat die Leiterin des Lindenhauses in Grenchen, Monika Crausaz, gekündigt. Nun wird nach einer neuen Leitung gesucht.

Andreas Toggweiler
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Das Lindenhaus Grenchen sucht nach nur zwei Jahren eine neue Leitung.

Das Lindenhaus Grenchen sucht nach nur zwei Jahren eine neue Leitung.

Urs Byland

Der Grenchner Jugendtreff im Lindenhaus sucht eine neue Leitung. Die bisherige Leiterin Monika Crausaz verlässt das Lindenhaus, wie sie auf Anfrage bestätigt. Sie habe noch keine neue Stelle. Mehr möchte sie zu ihrem Abgang nicht sagen. Crausaz’ Stelle ist inzwischen ausgeschrieben worden.

Matthias Meier-Moreno, Präsident der Interessengemeinschaft Spielplätze Grenchen (ISG), der Trägerin des Lindenhauses, sagt, die Trennung sei im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt, das heisst, Crausaz habe von sich aus gekündigt. Es habe keinerlei Vorkommnisse oder Streit gegeben. «Wir waren mit ihrer Arbeit zufrieden, doch am Weiterziehen können und wollen wir Monika Crausaz nicht hindern», sagt der ISG Präsident.$

Keine Kürzungen - bisher

Die Stelle ist (wie bisher) als 80-Prozent-Pensum ausgeschrieben, was auch bedeutet, dass das Lindenhaus vom aktuellen Sparpaket der Stadt (Stand jetzt) nicht betroffen wäre. Im Jahr 2015 wurde der Stellenetat für die Leitungsfunktion auf 80 Prozent erhöht.

Im Budget 2017 ist wie im laufenden Jahr ein Betrag von 227 000 Franken eingestellt. Damit werden die Leitungsstelle, eine weitere Mitarbeiterin (60 Prozent) und eine Praktikumsstelle finanziert, welche allerdings zurzeit nicht besetzt ist.

Laut Meier-Moreno soll die Praktikumsstelle wieder besetzt werden und auch Julia Flückiger werde weiterhin im Lindenhaus arbeiten. Nach dem Weggang von Crausaz Ende Jahr dürfte die Leitung des Jugendtreffs aber für eine Übergangszeit von einigen Wochen vakant bleiben.

Crausaz hatte die Leitung des Lindenhauses im Februar 2014 von Regula Lüthi übernommen, welche die Institution zuvor während 12 Jahren geführt hatte. Lüthi, die damals in Pension ging, hatte in dieser Zeit einen ausserordentlich guten Draht zu den Jugendlichen entwickelt. Für jeglichen Nachfolger musste ein Ausfüllen dieser Fussstapfen eine Herausforderung sein.

Anderseits war auch auch nie ganz klar, wie stark der ISG-Vorstand in das operative Geschehen im Lindenhaus eingreift, und ob dies dort auch goutiert wird.

Juko-Präsident überrascht

Alexander Spiegel, Präsident der städtischen Jugendkommission wurde vom Abgang der Jugendhaus-Leiterin überrascht, wie er sagt. «Mit einer Verjüngung im Vorstand und in der Lindenhaus-Leitung war die Jugendarbeit eigentlich gut aufgestellt. Auch konnte der Stellenetat erhöht werden», meint er. Von einem grösseren Konflikt sei ihm nichts bekannt.

Thematisiert werden in der Politik anlässlich der Rechenschaftsablage jeweils die relativ grossen Schwankungen in der Besucherstatistik im Lindenhaus.So hat beispielsweise der Besuch der 10-16-jährigen im Jahr 2015 um 35 Prozent abgenommen und liegt nun wieder auf dem Stand von 2013.

Diese Schwankungen sind laut Spiegel allerdings kein Grund zur Beunruhigung. «Dies hängt oft mit den Lebensumständen der Jugendlichen zusammen», meint er. Wer auf Prüfungen hin oder für Projektarbeiten tätig sei, habe halt weniger Zeit für Lindenhaus-Besuche. Das Lindenhaus ist während der Schulzeit jeweils am Nachmittag geöffnet (ausser samstags).