Grenchen

Neue Fasnachts-Zunft ist in den Startlöchern

Die «Böögge-Zunft» sollen die Schöpfer und Schutzpatrone des Fasnachtsbööggs sein. Hier der «Behelfs-Böögg» 2015. (Archiv)

Die «Böögge-Zunft» sollen die Schöpfer und Schutzpatrone des Fasnachtsbööggs sein. Hier der «Behelfs-Böögg» 2015. (Archiv)

Der Grenchner Fasnachts-Böögg erhält eine eigene Zunft, die sich um sein Wohlergehen kümmern soll – zumindest jeweils bis Aschermittwoch. Erste an der Zunft Interessierte haben sich schon gemeldet und weitere Verstärkung ist herzlich willkommen.

Was im Winter soll gedeihen, muss im Sommer gesät werden. Nach diesem Motto schwitzten die Grenchner Narren im «Airport» an einer intensiven, aber ebenso speditiven Delegiertenversammlung und trafen dabei einige zukunftsträchtige Entscheide. So soll nach den Sommerferien das eh schon bunte Zunft-Repertoire bereichert werden. Geplant ist nämlich die Gründung der «Böögge-Zunft». Man will dabei aus der Not eine Tugend machen, ist der Posten des Bööggiers doch seit einiger Zeit verwaist.

Die neue Zunft hätte dann eben die noble Aufgabe, jeweils einen schaurig-schönen Böögg zu erschaffen, der nicht nur am Aschermittwoch abgefackelt wird, sondern der womöglich auch in irgendeiner Form den grossen Umzug miterleben soll. Wie Obernarr Diego Kummer mitteilte, seien bereits Interessierte für dieses Vorhaben vorhanden, weitere werden gerne mit ins Narrenboot genommen.

Finanziell genesene Fasnacht

Erfreuliche Zahlen konnte Kassierin Marie-Therese Schilt vermelden. Die letzte Fasnacht schloss mit einem Gewinn von gut 1›700 Franken ab. Nach sechsjähriger Tätigkeit tritt die begabte Zahlenfrau nun zurück. Ihr ist das Kunststück gelungen, die Fasnacht aus den roten Zahlen zu führen, so-dass die VFZ (Vereinigte Fasnachtszünfte Grenchen) nun über ein Eigenkapital verfügt, das es zulässt, die kommenden Aufgaben in Ruhe anzugehen. Mit Daniela von Büren konnte bereits eine bestens ausgewiesene Nachfolgerin gefunden werden. Die Kauffrau arbeitet im Kunsthaus Grenchen (Leitung Finanzen, Administration und Events) und hat als Tochter der ehemaligen «Commerce»-Wirtsleute den Fasnachts-Virus praktisch in die Wiege gelegt bekommen.

Im Weiteren wurde die PR-Abteilung der Narren verstärkt und verjüngt. Anna Tschaggelar wird in Zukunft zusammen mit dem Obernnarren und dem Pressenarren diese Aufgabe wahrnehmen.

Oberschränzer gesucht

Noch vakant ist der Posten des Ober-Gugger. Immerhin waren an der DV Stimmen zu vernehmen, die in Richtung Lösung des Problems hindeuten, zumal der abtretende «Oberschränzer» Sascha Rüfenacht sehr gute Vorarbeit geleistet und signalisiert hat, dass er seinen potenziellen Nachfolgern mit Rat und Tat zur Verfügung stehen wird.

Die Grenchner Fasnächtler kümmern sich aber auch um die nächste Generation. So werden sie im Oktober anlässlich des Ferienpasses mit Kindern Laternen und Larven basteln, welche dann am Nachtumzug oder am grossen Umzug gezeigt werden und die selbstverständlich in den Besitz des Narren-Nachwuchses übergehen. Die VFZ hat also einiges aufgegleist, damit Grenchen eine wahrlich «monschtrööse» Fasnacht 2016 erleben wird (4.-10. Februar). Vereine und Gruppen ab 5 Personen, die am Umzug mitmachen möchten, können sich bereits jetzt via Homepage anmelden.

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