Das Netzwerk Grenchen blickt «auf ein erfolgreiches und bewegendes Jahr 2016 zurück», wie es in einer Mitteilung heisst. Trotz Sparmassnahmen in der beruflichen Integration in der Regelsozialhilfe des Kantons Solothurn konnte ein Mehrumsatz um 13% erreicht werden.

«Die Auswirkungen von Plafonierung und Sparmassnahmen des Kantons bezüglich Entwicklung der Angebote für die Sozialregionen waren 2016 kaum spürbar. Dank Anstrengungen auf allen Ebenen und Bereichen hatten die Sparmassnahmen bei den Massnahmen zur Arbeitsintegration keinen Einbruch bei der Belegung unserer Dienstleistungen für die Sozialregionen zur Folge», schreibt auch Netzwerk-Präsident Kurt Boner in seinem Vorwort zum Jahresbericht.

Mit der Unterstützung der Netzwerk-Dienstleistungen traten im Jahr 2016 insgesamt 210 Personen (wieder) in den Arbeitsmarkt ein. Im Rahmen der Geschützten Werkstatt bot die Institution 47 Menschen ein Arbeitsumfeld an.

Der Ursprung des Netzwerks Grenchen führt ins Jahr 1982 zurück. Bedingt durch den damaligen Konjunktureinbruch und noch verstärkt durch die Strukturbereinigung in der Uhrenindustrie waren in der Region plötzlich viele Menschen ohne Arbeit. Den Betroffenen sollte in dieser Krise Halt in Form einer sinnvollen und qualifizierenden Tätigkeit und gleichzeitig eine Unterstützung bei der Stellensuche zur Verfügung gestellt werden.

Diese Anliegen seien auch heute noch der Kern der Tätigkeiten. Das Bildungs- und Arbeitsintegrationsangebot wird in den Bereichen Büro-Dienstleistungen, Handwerk und Logistik, Industrie, Gastro, Gebäudeunterhalt, Kaufmännische Praxisfirma Progressio und Geschützte Werkstatt angeboten. Es werden konstant bis zu 220 Personen täglich von 56 Mitarbeitenden begleitet und unterstützt. Zudem wird ein positiver Ertrag durch Arbeiten für die Industrie, das Gewerbe, Private sowie durch den Verkauf von Produkten erwirtschaftet.

Neu mit Geschenkladen

Im hauseigenen Netzwerk-Geschenkladen, der im Frühjahr 2017 eröffnet wurde, werden zudem handgefertigte Geschenke und Kunsthandwerke präsentiert und verkauft. Seit April 2017 befindet sich neu das Arbeitsamt Grenchen-Bettlach-Selzach im ehemaligen Ebosa-Gebäude in Grenchen.

Durch die Liberalisierung des Migrations-Marktes im Sommer 2016 konnte das Netzwerk Grenchen im Programmvolumen im Bereich der unbegleitenden minderjährigen Asylsuchenden sowie dank Spendengeldern im Projekt 18–25 um den Migrationsbereich zulegen. So wurden durch die Zuweisenden rückwirkend die Programmjahresplätze um 11 erhöht. (at)