Grenchen
Nach Film über Grenchen: Die Stadt überlegt sich rechtliche Schritte

Der SF-Dok-Film «Die schweigende Mehrheit» über Grenchen löst Empörung und Entsetzen aus. Die Gemüter haben sich noch nicht beruhigt, die Stadt überlegt sich rechtliche Schritte.

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SF Dok-Film über Grenchen sorgt für Ärger.

SF Dok-Film über Grenchen sorgt für Ärger.

Screenshot SRF

Der Dok-Film über Grenchen kam bei den Einwohnern nicht gut an, wie eine Umfrage der az auf dem Marktplatz zeigte:

«Mir hat’s komplett abgelöscht», «tendenziös und nur polemisch», «habe fast überbissen, als ich das gesehen habe», «ich bin entsetzt», «haben wir denn nur Vollidioten in Grenchen?», «komplett daneben, so etwas», «konnte das denn keiner vor der Ausstrahlung abnehmen?», «wir haben doch nicht nur Rassisten und Schrebergärten in Grenchen?!», «kein Wort zur Kultur in der Stadt, zu der lebenswertesten Wohnlage am Jurasüdfuss», «typische Zürcher Stimmungsmache» waren die Aussagen.

Stadtpräsident François Scheidegger kann den Ärger verstehen. Der Film sei «Thesenjournalismus der üblen Sorte, Grenchen ist nur negativ dargestellt.»

Positive Punkte, wie zum Beispiel die gut funktionierende Wirtschaft, seien ausgeblendet worden. «Auch die Ausländer in Grenchen sind besser integriert, als das im Film dargestellt ist.»

Der Beitrag dazu von TeleM1:

Mehrere politische Parteien haben Scheidegger jetzt dazu aufgefordert, sich gegen den Film zu wehren. Scheidegger: «Wir überlegen uns jetzt, was wir rechtlich gegen den Film unternehmen können.»