Grenchen

Nach den turbulenten Zeiten: Das Künstlerarchiv sucht immer noch einen Präsidenten

Seit 2019 befindet sich das Grenchner Künstlerarchiv in der ehemaligen Zivilschutzanlage.

Seit 2019 befindet sich das Grenchner Künstlerarchiv in der ehemaligen Zivilschutzanlage.

Schenkungen und eine neue Website prägten das Vereinsjahr. Zuvor war die Zeit mit dem Umzug an den neuen Standort von Turbulenzen geprägt. Nun sucht das Künstlerarchiv Grenchen noch immer nach einem neuen Präsidenten.

Nach etwas turbulenten Zeiten mit dem Umzug an den neuen Standort in der ehemaligen Zivilschutzanlage beim Werkhof befindet sich das Künstlerarchiv Grenchen wieder in ruhigeren Gewässern. Vizepräsident Hanspeter Crivelli sprach an der Generalversammlung von einem Jahr der Konsolidierung, in welchem aber intensiv gearbeitet wurde.

Dabei war vor allem der Vorstand gefordert, denn noch immer sind vier Chargen unbesetzt (Präsidium, Kurator, Öffentlichkeitsarbeit, Sekretär). Die vier Vorstandsmitglieder Hanspeter Crivelli, Jürg Rüegsegger, Claude Desgrandchamps und Roland Schwob zeigten sich solidarisch und übernahmen diese Aufgaben.

Hanspeter Crivelli erwähnte insbesondere die Überarbeitung der Website (Roland Schwob), die jetzt noch übersichtlicher gestaltet ist. Im Weiteren konnte er von verschiedenen Schenkungen berichten. So bedachte Hansjörg Werder, der erste Präsident des KAG, die Institution mit 160 Bildern und Lithos. Vier Bilder von Walter Emch (Lebenszyklus) aus den 1960er-Jahren steuerte die Firma Schneider Gartenbau bei. Die Bilder waren an der Expo 1964 in Lausanne ausgestellt. Iris Minder übergab schliesslich die Textbücher ihrer bisherigen neun Freilichtspiele dem Archiv.

Das Künstlerarchiv mit zunehmender Beachtung

Hanspeter Crivelli konnte überdies berichten, dass man sich in den letzten Jahren einen hohen Bekanntheitsgrad erarbeitet habe. So ging erst kürzlich eine Anfrage vom Leiter des Staatsarchives ein, ob man interessiert sei an Entwürfen von Max Brunner zu den Glasfenstern in der Sankt Klemenzkirche Bettlach. Andererseits wenden sich immer wieder Personen bei ihren Recherchen an das Künstlerarchiv, wohlwissend, dass da einiges an Materialien und Sachverstand vorhanden ist.

Das 50. Künstlerporträt steht an

Claude Desgrandchamps konnte eine Rechnung mit einem Überschuss von 10000 Franken präsentieren. Das Vermögen beträgt knapp 13500 Franken. Das Künstlerarchiv dürfte Kunstliebhabern auch bekannt sein für seine feinen Publikationen. 49 Künstlerporträts sind bisher erschienen, die 50. Ausgabe soll noch dieses Jahr folgen. Es wird ein Streifzug durch die bisherigen Veröffentlichungen werden und auch Nichtmitglieder des KAG können dieses Kleinod erstehen. Dies wird über den noch zu erstellenden Shop auf der Website möglich sein.

Kunst kann ausgeliehen werden

In diesem Shop sind auch ältere Publikationen sowie Kunstwerke, die doppelt im Archiv vorhanden sind, zu erwerben. Weiterhin bietet sich die Möglichkeit für Firmen oder Private, zu günstigen Konditionen Werke aus dem Fundus des Archivs auszuleihen.

In Zukunft wird das Künstlerarchiv zudem wieder vermehrt mit Ausstellungen an die Öffentlichkeit gelangen.

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