Eusebiuskirche
Nach den Brandanschlägen sollen Videokameras für Sicherheit sorgen

An der Gemeindeversammlung der Grenchner Katholiken sprach sich eine Mehrheit für eine Videoüberwachung in der Eusebiuskirche aus.

Andreas Toggweiler
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Feuerwehraufgebot anlässlich des Brandes

Feuerwehraufgebot anlässlich des Brandes

Oliver Menge

An der Versammlung wurde eine Konsultativabstimmung über eine künftige Video-Überwachung der Eusebiuskirche durchgeführt. Kirchgemeindepräsident Alfred Kilchenmann wollte von den Anwesenden erfahren, wie sie zum Thema stehen. Von den 18 Stimmberechtigten stimmten mit 9 genau die Hälfte für die Videoüberwachung, 5 waren dagegen und weitere 4 enthielten sich der Stimme.

Mit der doch klaren Mehrheit im Rücken wird sich nun der nach den Brandereignissen eingesetzte Ausschuss weiter mit dem Thema befassen. Bereits wurden Offerten eingeholt, die allerdings eine Kostenspanne von gut 30'000 bis 66'000 Franken aufweisen. Im Betrag ist auch die Ausrüstung mit Brandmeldern einbegriffen. In der kurzen Diskussion erklärte Gudula Metzel, Gemeindeleiterin a. I, dass immer wieder Leute vor geschlossenen Kirchentüren stehen und deshalb eine Lösung sehr wünschenswert wäre.

Laut Kilchenmann ist die Eusebiuskirche seit 1. November wieder von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Technisch könnte eine einzelne Kamera den ganzen Kirchenraum abdecken. Die Aufnahmen werden nach 48 Stunden wieder gelöscht. Im März 2020 wurde zweimal versucht, die Eusebiuskirche anzuzünden. In einem ersten Versuch wurde eine Zeitung im Kircheninnern in Brand gesetzt. Zufällig wurde der Brand von Organist Albert Knechtle entdeckt.

Täter wird noch immer gesucht

Ein weiterer Anschlag scheiterte, als versucht wurde, den Vorhang eines Beichtstuhls anzuzünden. Das Material war zum Glück nur schwer entzündlich und es entstand in der Folge kein Feuer. Die Täterschaft wurde bisher nicht eruiert.

Haupttraktandum der Versammlung war die Abnahme der Rechnung 2019 und die Genehmigung des Budgets 2021. Bei Einnahmen von 2,026 Mio. Fr. und Ausgaben von 1,829 Mio. Fr. schloss die Rechnung 2019 mit einem Überschuss von 197'000 Fr. Dieser wird als zusätzliche Abschreibung auf die Deckungslücke der Pensionskasse PKSO verwendet. Die Investitionen betrugen rund 68'000 Fr.
Das Budget 2021 sieht Ausgaben von 1,9 Mio. Fr. und Einnahmen von 1,873 Mio. Fr. vor. Die Investitionsrechnung beinhaltet 45'000 Franken für die ergonomischere Gestaltung der Sitzbänke in der Allerheiligenkapelle.

Einstimmig beschloss die Versammlung der Stadtmusik Grenchen 5000 Fr. für die Neuuniformierung zu spenden. Dies aus einem Fonds, der 2001 bei der Auflösung der MG «Konkordia» mit 26'000 Fr. geäufnet wurde für eine spätere Neugründung – die, so die einhellige Meinung, kaum mehr zu erwarten ist.

Auf dem Weg zum «Pastoralraum Wandfluh»

Vorgestellt wurde der neue Kaplan Sylvester Ihuoma, der seine Tätigkeit am 12. Dezember aufnehmen und im Pfarrhaus wohnen wird.
Wie Alfred Kilchenmann weiter mitteilte, ist seit 15. August eine 8-köpfige Projektgruppe am Werk, welche die Errichtung eines Pastoralraums «Wandfluh» mit Bettlach und Grenchen vorbereitet. Das Ziel sei, dass dieser im September 2021 von Bischof Felix Gmür feierlich eröffnet werden kann.

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