Hotel Passage Grenchen

Nach Baustopp beim Wiederaufbau: Die ersten Hotelzimmer im «Passage» sollen ab Februar bereit sein

Noch immer steht das Gerüst am Hotel Passage: Grund ist ein Baustopp

Noch immer steht das Gerüst am Hotel Passage: Grund ist ein Baustopp

Beim Wiederaufbau des brandversehrten Hotels im Stadtzentrum kam es zu einem Baustopp. Es soll jetzt in Etappen eröffnet werden.

Am 12. September 2018 wurde der Dachstock und das oberste Geschoss des Hotels Passage am Grenchner Marktplatz ein Raub der Flammen. Der spektakuläre Vollbrand nach einem Blitzschlag konnte zwar von der Feuerwehr rasch gelöscht werden – allerdings um den Preis, dass das ganze Gebäude Wasserschäden davontrug und weite Teile einer Totalsanierung unterzogen werden mussten.
In einer ersten Stufe wurde das Restaurant im Hochparterre erneuert und konnte dank einer Parforce-Leistung des Teams bereits auf Weihnachten 2018 wieder eröffnet werden. Der Wiederaufbau des Dachstockes und des obersten Hotelgeschosses wurde ebenfalls rasch vorangetrieben und hätte laut Einschätzung von Hoteleigentümer Antonio Gonzalez und Architekt Franco Berrafato per Ende September 2019 abgeschlossen sein sollen.

Bauarbeiten wurden gestoppt

Allerdings blieb das Baugerüst bis über dieses Datum hinaus stehen und auch heute noch sind grosse Teile des Gebäudes eingerüstet. Von einer Eröffnung des Hotels mit Gästezimmern war bisher keine Rede. Das wirft Fragen auf.

Fragen, die Antonio Gonzalez allerdings gerne beantwortet. «Die Bauarbeiten mussten wegen einer Verfügung der Behörden unterbrochen werden», erklärt er. Es sei zu einem «Missverständnis» zwischen Gebäudeversicherung – sie zahlt für den Wiederaufbau des Hotels – dem Architekten und den Grenchner Baubehörden gekommen, umschreibt Gonzalez das Problem. Dies hatte zur Folge, dass ein neues Baugesuch eingereicht werden musste. Das Problem hat sich laut Gonzalez bei der Umsetzung der Brandschutzvorschriften in den oberen Stockwerken ergeben.

Hotelier Antonio Gonzales zeigt ein grosses Zimmer, das fast fertig ist.

Hotelier Antonio Gonzales zeigt ein grosses Zimmer, das fast fertig ist.

Untere Stockwerke sind praktisch fertig

Lange Rede kurzer Sinn: für die oberen Stockwerke des Hotels herrscht nach wie vor ein Baustopp. Die Zimmer im ersten und zweiten Stock sind aber sozusagen fertig, wie ein Augenschein vor Ort zeigt. «Eigentlich müssen dort nur noch die Möbel hineingestellt werden, dann können wir starten», meint Gonzalez. Sein Ziel sei es denn auch, ab Februar wieder Zimmer vermieten zu können.

Die Versicherung würde zwar die Kosten (Löhne des Personals) während zwei Jahren nach dem Brand zahlen, «für mich ist es aber jetzt wichtig, wieder ins Geschäft zu kommen. Denn sonst bleiben die Kunden ganz weg», so der Hotelbesitzer. Er setze somit alles daran, dass ab Anfang Februar Zimmer erhältlich seien. Reservationen könne er heute schon entgegennehmen.

Das Hotel im günstigen Preissegment werde bis zum Brand vor allem von Werktätigen gebucht, die in Grenchen und Umgebung zu tun hatten, von Kursbesuchern und Handlungsreisenden. «Diese treue Kundschaft möchte ich nicht verlieren», betont Gonzalez. Er rechnet damit, mit zwölf Zimmern (das Hotel hat total 18) starten zu können.

Ohne Gerüst sofort mehr Umsatz

Er sei auch froh, sei das Gerüst vor dem Eingang endlich weg . Das habe man unmittelbar beim Umsatz des Restaurants gespürt. Wann die oberen Stockwerke bezugsbereit sein werden, darüber kann Gonzalez noch nichts Genaues sagen. «Es wird im Laufe des Jahres sein. Das Hotel wird nun halt in Etappen in Betrieb genommen.»

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